Unterdessen verkündete der Vorsitzende der Berliner Piratenpartei, Hartmut Semken, dass er vorerst nicht zurücktreten will. "Die Rücktrittsforderung ist eine hoch emotionale Überreaktion", sagte er der "Berliner Zeitung". Zwar werde "eine Entscheidung zu treffen sein", sollte die mehrheitliche Zustimmung, die er derzeit erfahre, schwinden. Er sei aber "sehr erzürnt" über die Tatsache, dass die Parteifreunde sofort an die Öffentlichkeit gegangen seien, statt mit ihm zu sprechen. Hätten sie damit seinen Rücktritt erreichen wollen, hätten sie bei ihm eher ein "Jetzt erst recht" bewirkt.
Semken hatte in den vergangenen Tagen in seinem Blog mehrmals für einen toleranten Umgang mit rechten Parteifreunden plädiert. Daraufhin hatten mehrere Berliner Piraten in einem offenen Brief seinen Rücktritt gefordert. Semken sei "komplett überfordert", hieß es darin.
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