Zwei Tote bei landesweiten Protesten gegen Erhöhung der Benzinpreise

Auswärtiges Amt mahnt Reisende zu erhöhter Vorsicht im Iran

Berlin (AFP) - Angesichts der landesweiten Proteste gegen die Erhöhung der Benzinpreise im Iran ruft die Bundesregierung Reisende zu besonderer Vorsicht auf. "Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig", heißt es in den am Sonntag aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes. Film- oder Tonaufnahmen von Demonstrationen, Sicherheitskräften oder öffentlichen Gebäuden könnten als "Spionagetätigkeit" gewertet werden.
Proteste gegen Bezinpreiserhöhung im Iran Bild anzeigen
Proteste gegen Bezinpreiserhöhung im Iran © AFP

Es sei wichtig, sich über die aktuellen Entwicklungen im Land zu informieren, teilte das Außenministerium weiter mit. Es riet davon ab, seine politische Meinung vor Unbekannten oder neuen Bekannten zu äußern.

Die iranische Regierung hatte am Freitag die Ausgabe von Benzin eingeschränkt und die Spritpreise um mindestens 50 Prozent erhöht. In der Folge brachen landesweit Proteste aus, die vielerorts in Gewalt umschlugen. Zwei Menschen wurden getötet. Dutzende Demonstranten wurden festgenommen. Die iranischen Behörden schränkten den Zugang zum Internet am Wochenende massiv ein.

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