Rosenmontagsumzug in Volkmarsen

Auto fährt in Menschenmenge - Motiv weiter unklar

Der Tatort in Volkmarsen Bild anzeigen
Der Tatort in Volkmarsen © AFP

Volkmarsen (wrs) - Das Motiv für die Autoattacke auf den Volkmarser Rosenmontagszug ist weiterhin unklar. Der 29-jährige Maurice P. befindet sich in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Er befand sich nach dem Ereignis in ärztlicher Behandlung und war zunächst nicht vernehmungsfähig. Laut Zeugenaussagen umfuhr der Mann mit einem Kombi der Marke Mercedes Benz eine Absperrung und hielt dann auf eine Gruppe Zuschauer zu. Entgegen ersten Angaben sei der Mann nicht betrunken gewesen. Inzwischen gehen Ermittler von einer Art Amok-Fahrt aus. Der Tatverdächtige soll die Aussage verweigern. Die Wohnung des Mannes wurde durchsucht, die Auswertung von Handys und Datenträgern soll weitere Hinweise liefern (Stand zu Redaktionsschluss am Freitag).
Die Zahl der Verletzten hat sich inzwischen auf 76 erhöht, darunter 20 Kinder. Das teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt/Main mit. Zahlreiche Betroffene seien erst in den Tagen nach der Tat zum Arzt gegangen.
Eine weitere männliche Person wurde Montag am Tatort vorläufig festgenommen. Ihr wird eine Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen vorgeworfen ("Gaffer-Video"). Dies teilte die Polizei Nordhessen beim Kurzmitteilungsdienst Twitter mit.

Die Opferschutzberater sind in der Polizeistation Bad Arolsen zu erreichen (Uplandstraße 4, Tel. 05691/97990). Ein Callcenter für Fragen und Hinweise steht unter 0800/1103333 zur Verfügung. Unter https://polizei-hinweise.de/volkmarsen können Hinweise sowie Fotos und Videos zum Vorfall abgegeben werden.

Am Rosenmontag war gegen 14.45 Uhr ein KW in eine Gruppe Zuschauer gefahren. Der Zwischenfall ereignete sich im Bereich Steinweg/Rewe-Markt. Nach Zeugenaussagen soll er eine Absperrung umfahren und noch beschleunigt haben.

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