Leserbrief zum geplanten Bereitstellungslager

BGZ begeht Formfehler

Fristüberschreitung beim Widerspruch gegen die Regionalplanung
Es zeugt nicht gerade von zuverlässiger Detailarbeit und (Fach)Kompetenz was die BGZ hier ein weiteres Mal bewerkstelligt. Bestenfalls ist das unsägliche Vorhaben des Bundesumweltministeriums, Würgassen zur zentralen Drehscheibe für Atommüll aus ganz Deutschland und darüber hinaus zu einem gigantischen Atommüll-Zwischenlager zu machen, gescheitert - zumindest jedoch um einige Zeit verzögert. Es wird der BGZ einiges an Kraft abverlangen diesen eklatanten Fehler zu bereinigen. Sollte dies formell gelingen, bleibt letztlich jedoch ein neuerlicher Image- und Vertrauensverlust in die Arbeit der BGZ erhalten.
Die aktuelle Entwicklung zeigt ein weiteres Mal die desaströse Planung und das fragwürdige Vorgehen der Bundesgesellschaft auf. War zu Beginn eine höchst mangelhafte Informationspolitik zu beklagen, setzte sich die Serie von Unsäglichkeiten in den letzten Monaten stetig fort. Ob Rechenfehler im hauseigenen Scoring, vielfache Abweichungen von den Vorgaben der Entsorgungskommission des Bundes oder ein nicht tragfähiger Untergrund aus Setzlehm und Kies - an dieser Stelle möchte ich dem Bundesumweltministerium und der BGZ ein weiteres Mal meinen gut gemeinten Rat mitteilen: „Es ist nie zu spät einen Fehler einzugestehen“. Wer die Größe besitzt dies zu akzeptieren und sich auf die Suche nach einer wirklich bestmöglichen (und damit sichersten) Lösung für die anstehende Aufgabe der verantwortungsvollen Entsorgung der atomaren Hinterlassenschaften, vor allem der vier großen Energiekonzerne in Deutschland, macht, zeigt wahre Stärke. Alles andere wäre auf Sand - Verzeihung - Setzlehm gebaut ...
Viele Grüße nach Essen und Berlin,

Dirk Wilhelm
Drenke

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