Mit der Freilichtbühne um die Welt

Bequem und schnell gereist

Von Barbara Siebrecht
Bökendorf – Die Premiere des Erwachsenenstückes „In 80 Tagen um die Welt“ wurde auf der Freilichtbühne mit begeistertem Applaus quittiert. Bequem und schnell reisten die Zuschauer mit dem Schauspielern durch über orientalische, asiatische und amerikanische Zwischenstopps zurück nach London und erlebten dabei wieder ein rasantes Theaterstück mit Tanz und Musik in prachtvollen Kostümen und grandioser Kulissen.

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Wegen einer Witwenverbrennung muss der Zug in Indien stoppen.

© Foto: Siebrecht

Im Publikum saßen zahlreiche Ehrengäste aus Kultur und Politik und Sponsoren der Bühnen. Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl sprach nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der Freilichtbühne, Verena Becker, ein Grußwort. Sie verzichte darauf, die Kulturarbeit der Freilichtbühne mit der aktuellen Politik in Beziehung zu setzen, erklärte sie und beschränkte sich zur Freude des gespannt wartenden Publikums darauf, sich bei den über 300 Aktiven auf und hinter der Bühne für ihren unermüdlichen Einsatz zu bedanken. „Ihr wunderbares Kultur und Unterhaltungsprogramm vereint Jung und Alt und bringt Spaß und Freude für die ganze Familie, herzlichen Dank dafür“, sagte die Regierungspräsidentin.
Mit dem Glockenschlag von Big Ben reiste die Freilichtbühne nach London zur Teegesellschaft, bei der Hauptfigur und ultrakorrekter Brite, Phileas Fogg (Thomas Rüther) eine gewagte Wette einging. Mit den modernen Verkehrsmitteln (noch ohne Flugzeug) wollte er exakt in 80 Tage wieder vor Ort sein und dafür 20.000 Pfund einstreichen. Mit seinem französischen Hausdiener Passpartout (Carsten Meier) und Haushälterin Mrs. Potts (Dorothea Specht) macht er sich mit einem Koffer voll Bargeld für die Reisekosten auf den Weg. Der Geldkoffer führt zu einer Verwechselung mit den Bankräubern, die kürzlich die Bank von England überfallen hatten. Die englischen Polizisten, der runde Inspektor Fix (Frank Spiegel) und der lange Sergeant Looney (Laurenz Dohmann), versuchten dem Engländer auf den Fersen zu bleiben und die mutmaßlichen Bankräuber festzusetzten und legen den Weltreisenden so manchen Stein in den Weg.


Wie immer gab es reichlich komische Szene wie die Begegnung mit den Bottroperinnen Chantal und Herta auf Kreuzfahrt (Ilka Kottkamp und Anna Mohr) in Ägypten, die als Bruch in die historische Geschichte eingebaut wurden. Köstlich auch die Gerichtsszene mit Joss Sieker-Siebrecht als obersten Richter mit Frisurproblemen und als indischer Zugführer oder die Begegnung mit der resoluten Ballonfahrerin (Antje Drewes) oder der Porzellanladen-Besitzerin (Ulla Meier).

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Im wilden Westen

© Foto: Siebrecht


In den atmosphärischen Wimmelszenen auf den Marktplätzen der Welt konnte das Publikum diesmal auch Walter und Wilma aus den Wimmel-Kinderbüchern suchen. Damit das Stück von Claus Martin nach dem Roman von Jules Verne richtig rund wurde, durfte natürlich auch eine romantische Liebesgeschichte mit der Prinzessin Aouda von Eschnapur nicht fehlen. Wer wissen will, ob Fogg schlussendlich den Wettlauf gegen die Zeit gewinnt, kann noch bis zum 7. September mit einer Eintrittskarte mit um die Welt reisen. Den köstlichen Spaß in „historischen“ Kostümen unter der Regie von Anke Lux sollte man sich nicht entgehen lassen!

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