pflegeleicht und bienenfreundlich

Bodendecker-Helden vermehren

Von Barbara Siebrecht
Wer größere Bereiche im Garten pflegeleicht anlegen möchte, sollte auf Bodendecker-Stauden zurückgreifen. Drei der besten Bodendecker im Hausgarten, die auch noch eine tolle Blüte im Frühling zeigen, sind das Kleine Immergrün (Vinca minor) die Bergenie (Bergenia cordifolia) und der Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum).

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Aus Teilstücken der Pflanzen können problemlos neue Jungpflanzen gewonnen werden.

© Foto: Siebrecht

Alle drei haben immergrünes Laub, so dass auch im Winter der Gartenboden bedeckt ist und die Pflanzen attraktiv aussehen. Diese drei Bodendecker-Helden breiten sich an ihrem Pflanzort aus und bedecken unbewachsene Flächen. Dies gelingt ihnen mit oberirdischen Ausläufern und Rhizomen. Am liebste wachen diese drei Staudenarten im Halbschatten. Sie bilden eine dichte Blattdecke und unterdrücken damit Unkraut, das zwischen den Bodendeckern keimen will. Gegen Wurzelunkräuter wie Giersch oder Ackerwinde können sie sich aber nicht behaupten. Am schönsten wirken die drei Bodendecker, wenn sie flächig verwendet werden. Pflanzt man sie nebeneinander, bringt man Abwechselung in seinen Garten und kann den spannenden Kontrast der verschiedenen Blattformen genießen. Man benötigt pro Quadratmeter sieben bis neun Jungpflanzen, die man im Frühling leicht selbst vermehren kann.

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Storchschnabel und Bergenie (links, noch mit Herbstfärbung) sind auch im Winter grün und unterdrücken Unkraut.

© Foto: Siebrecht


Das Kleine Immergrün hat kleine, dunkelgrüne Blätter, die an etwa 30 cm langen Ranken sitzen. Liegt die Ranke auf dem Boden, so bildet sie an dieser Stelle Wurzeln und eine neue Pflanze entsteht. Die bewurzelten Ranken können von der Mutterpflanze getrennt und neu eingepflanzt werden, wenn man weitere Bereiche im Garten mit dieser Art bepflanzen möchte, die im März und April viele leuchtend blaue Sternchenblüten ausbildet. Weitere Sorten vom Kleinen Immergrün gibt es auch mit lila oder weißen Blüten.
Die Bergenie hat handtellergroße, feste Blätter, die eine tolle Herbstfärbung ausbilden. Im März/April trägt sie ihre Blütenstände mit rosa Glöckchen-Blüten. Viele Sorten blühen sogar ein zweites Mal im Herbst. Ihre fleischigen Rhizome speichern Wasser und Nährstoffe. Wer Bergenien vermehren möchte, muss nur ein Teilstück mit grünen Blättern am Ende abschneiden oder abbrechen und es bis zum Blattansatz fest in die Erde stecken. Bergenien gibt es in vielen Sorten, die sich in Blütenfarbe und Blattform unterscheiden.

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Immergrün und Bergenie sind erstklassige Bodendecker und blühen zur selben Zeit.

© Foto: Siebrecht


Der Balkan-Storchschnabel hat zierlich gelappte, hellgrüne Blätter und bildet im Mai/Juni seine rosa oder weißen Blüten aus, die im abgeblühten Zustand an einen langen Storchenschnabel erinnern. Diese Pflanze kriecht mit oberirdischen Rhizomen am Boden, die leicht abrissen werden können. Pflanzt man diese Rhizome bis zum Blattansatz wieder ein und hält sie feucht so bilden sich neue Wurzeln. Von einer ein Quadratmeter großen Fläche mit Storchschnabel kann man genug Rhizome gewinnen, um weitere 5 Quadratmeter neu zu bepflanzen. Man sollte 12 bis 15 Rhizomstücke pro Quadratmeter einpflanzen und nicht zwischen den Jungpflanzen hacken.

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