Berliner Duo setzt sich mit 2:1 gegen Brasilianer durch

Brink und Reckermann holen erstes Beachvolleyball-Gold

London (AFP) - Die Europameister Julius Brink und Jonas Reckermann haben bei den Olympischen Spielen das historische erste Beachvolleyball-Gold für Deutschland gewonnen. Das Duo aus Berlin setzte sich im Finale mit 2:1 (23:21, 16:21, 16:14) gegen die Weltmeister Alison/Emanuel aus Brasilien durch. Vor 15.000 Zuschauern auf der Horse Guards Parade sicherten sich die Weltmeister von 2009 durch den siebten Sieg in Serie den Olympiasieg. Bronze gewannen Martins Plavins/Janis Smedins aus Lettland.
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Gold für Deutschland im Beachvolleyball © AFP

Nach Bronze für Jörg Ahmann/Axel Hager 2000 in Sydney ist es für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) der bislang größte Erfolg und erst die zweite Beach-Medaille überhaupt. Das zweite deutsche Duo, Jonathan Erdmann/Kay Matysik, war im Achtelfinale in London an Alison/Emanuel gescheitert. Die Berliner belegten bei ihrer Olympia-Premiere den neunten Platz.

Christina Obergföll aus Offenburg und Linda Stahl aus Leverkusen gewannen Silber und Bronze im Speerwerfen. Die zweimalige WM- und EM-Zweite Obergföll erzielte im Finale 65,16 Meter und wurde damit Zweite vor Ex-Europameisterin Stahl, die 64,91 Meter erzielte. Gold sicherte sich mit 69,55 m souverän Weltmeisterin und Weltrekordlerin Barbora Spotakova aus Tschechien. Katharina Molitor aus Leverkusen belegte mit 62,89 m den sechsten Platz.

Usain Bolt triumphierte in London auch über 200 Meter und wiederholte damit vier Jahren nach Peking als erster Athlet das Sprint-Double. Vier Tage nach Gold über 100 Meter siegte der jamaikanische Superstar auf der halben Stadionrunde in 19,32 Sekunden. Dabei verpasste er seinen eigenen Weltrekord (19,19) um 13 Hunderstelsekunden.

100-m-Weltmeister Yohan Blake holte Silber in 19,44 Sekunden. Warren Weir machte als Dritter in 19,84 Sekunden den ersten Dreifach-Triumph für die Karibik-Insel perfekt.

Zuvor hatten die Rennsport-Kanutinnen Franziska Weber aus Potsdam und Tina Dietze aus Leipzig olympisches Gold im Zweier-Kajak der Frauen über 500 Meter gewonnen. Die Vizeweltmeisterinnen triumphierten bei ihrem Olympiadebüt vor den Peking-Siegern von 2008 Katalin Kovacs und Natasa Douchev-Janics aus Ungarn. Bronze ging an die Polinnen Karolina Naja und Beata Mikolajczyk. Für Deutschland war es das insgesamt neunte Gold in London. Die deutschen Hockey-Herren erreichten unterdessen das Finale und greifen wie vor vier Jahren nach Gold.

Im Zweier-Canadier gewannen die Rennsport-Kanuten Peter Kretschmer und Kurt Kuschela Olympia-Gold. Die beiden jungen Potsdamer triumphierten nach einem unwiderstehlichen Schlusspurt auf dem Dorney Lake klar vor den Peking-Siegern Andrej Bahdanowitsch und Alexander Bahdanowitsch aus Weißrussland. Bronze holten sich die Russen Alexej Korowaschkow und Ilja Perwuchin. Kretschmer/Kuschela sorgten damit für das achte deutsche Olympia-Gold bei den Spielen in London.

Im Hockey-Halbfinale besiegte der Olympiasieger Weltmeister Australien 4:2 (1:1) und trifft im Endspiel ebenfalls am Samstag auf Vize-Europameister Niederlande oder Gastgeber Großbritannien. Für Deutschland ist es das siebte olympische Finale. 1972, 1992 und 2008 hatte es Gold gegeben.

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