Bürgerinformation zum Logistikzentrum Würgassen wird verschoben

Trendelburg (hak) - Die am 10. Dezember geplante Bürgerinformation in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Trendelburg (Hessen) zum geplanten Logistikzentrum im benachbarten Würgassen (NRW) wird aufgrund der Corona-Lage auf einen noch zu bestimmenden Termin verschoben. Darauf haben sich der Magistrat der Stadt und die BGZ verständigt. Die Information der Bürger soll so schnell wie möglich nachgeholt werden.
„Die nach wie vor hohen Infektionszahlen würden die Veranstaltung in dem geplanten Umfang nicht ohne erhebliche gesundheitliche Gefährdung aller Beteiligten zulassen“, betonen gemeinsam Trendelburgs Bürgermeister Martin Lange und der Generalbevollmächtigte der BGZ für das Logistikzentrum, Christian Möbius. Aus Verantwortung für alle Gäste sehen sich Magistrat und BGZ daher gezwungen, die seit langem geplante Bürgerinformation von der Tagesordnung zu nehmen. Bürgermeister Lange hatte die BGZ gebeten, in der StaVo die Pläne für das Logistikzentrum im Beverunger Ortsteil Würgassen vorzustellen. Die Gemeindegebiete von Beverungen und Trendelburg grenzen aneinander. Würgassen und Trendelburgs Stadtteil Langenthal liegen rund 3,5 Kilometer voneinander entfernt.
„Wir werden die Veranstaltung selbstverständlich nachholen, sobald dies ohne eine gesundheitliche Gefährdung der Teilnehmer möglich ist“, sagte Bürgermeister Lange. Möbius versicherte, dass die BGZ selbstverständlich auch weiterhin zu ihrer Zusage stehe, an einer Sitzung der Stadtverordnetenverssammlung in Trendelburg teilzunehmen. „Natürlich beantworten wir auch weiterhin und jederzeit alle Frage von Bürgern der Region telefonisch, per E-Mail oder im Forum auf unserer Website“, so Möbius.
In Vorbereitung auf die Sitzung hatte der Magistrat der Stadt Trendelburg bereits im September das Abfallzwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe besucht, welches die BGZ am ehemaligen Atomkraftwerk Würgassen betreibt. Dabei stellten der Generalbevollmächtigte für das LoK, Christian Möbius, und Bereichsleiter Heinz-Walter Drotleff das Bauprojekt vor. In der anschließenden Magistratssitzung beantworteten die BGZ-Vertreter zahlreiche Fragen der Ratsmitglieder.
Hintergrund: Die BGZ hat nach einer Untersuchung von 28 potenziellen Flächen entschieden, ein Logistikzentrum für das Endlager Konrad auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen zu errichten. In dem Logistikzentrum sollen Behälter mit fertig verpackten schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dezentralen Zwischenlagern für den Transport in das Endlager Konrad passgenau zusammengestellt werden, um eine zügige Einlagerung in das Endlager sicherzustellen.

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