Simeon II. war nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1943 im Alter von sechs Jahren auf den bulgarischen Thron gekommen. Rund drei Jahre später schickten ihn die Kommunisten mit seiner Familie ins Exil. Im Jahr 1997 kehrte Simeon II. nach Bulgarien zurück, woraufhin das Verfassungsgericht anordnete, ihm mehrere Gebäude, Ländereien und Wälder zurückzugeben, die seiner Familie während der kommunistischen Herrschaft weggenommen worden waren.
Im Dezember 2009 verabschiedete das Parlament jedoch ein Gesetz, das es Simeon II. und seiner Schwester verbietet, über die Besitztümer frei zu verfügen. Der frühere König, der in den Jahren 2001 bis 2005 Ministerpräsident war, verurteilte dies als klaren Verfassungsbruch. Insgesamt geht es bei den rechtlichen Auseinandersetzungen um vier Immobilien und hunderte Hektar Land, auf die der bulgarische Staat Anspruch erhebt.
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