Bad Karlshafen GmbH stellt App zur Kurtax-Abwicklung bereit

Campingplatz startet digital

Bad Karlshafen (brbs) - Einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung geht die Bad Karlshafen GmbH in diesem Jahr gemeinsam mit dem Campingplatz Mietzner. Bereits seit Anfang des Jahres wendet das Team rund um Campingplatzbetreiberin Heidi Mietzner die App WELCMpass an.

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Nina Vogt, Nicole Bruder, Daniela Gunkel, Nina Fremder, Christiane Sawkins und Heidi Mietzner (v.l.n.r.) freuen sich, dass es in Sachen Kurtaxe nun endlich eine digitale Lösung gibt.

© Foto: Bad Karlshafen GmbH

„Wir freuen uns total über die Arbeitserleichterung. Wir haben direkt alles im System ohne die händisch ausgefüllten Durchschläge der Kurkarten sammeln und abgeben zu müssen,“ erklärt Mietzner einen der Vorteile des neuen Systems. Nina Fremder, die das Projekt bei der Bad Karlshafen GmbH initiiert hat und betreut, und Nicole Bruder, die die Kurkarten seitens der GmbH erfasst, freuen sich ebenfalls. „Es gab bisher gar keine technische Lösung, wie dies in anderen Orten der Fall ist. Wir haben jede Karte in Excel-Tabellen erfasst. Bei rund 160.000 Übernachtungen in normalen Jahren kommen da einige Stunden Tipp-Arbeit zusammen, die wir jetzt effektiver nutzen können“, so Fremder. Der Gast könne nun per App oder bereits am heimischen PC die Kurtaxe entrichten, ausgegeben wird die Kurkarte dann entweder digital oder sie wird zum Ausdruck bereitgestellt. Auch im Hotel Hessischer Hof sowie in der Ferienwohnung Cedergren wird die Zahlung per App in dieser Saison bereits angeboten.
„Wir wollten schon viel früher beginnen, aber Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun hoffen wir, dass wir das System bald bei vielen unserer Gastgeber installieren können, das würde insbesondere für unsere Gastgeber weniger Arbeit bedeuten. In Zeiten von Mitarbeiter-Mangel ist das nicht unerheblich und das Smartphone haben die meisten Menschen ja immer dabei“, erklärt Fremder. Ein weiterer Grund für die Umsetzung sei aber auch das Online-Zugangsgesetz (OZG), welches Kommunen ab 2023 verpflichtet, Verwaltungsleistungen digital anzubieten. „In Sachen Kurtaxe haben wir unsere Hausaufgaben also schon gemacht,“ ergänzt Fremder.
Die App stünde aber nicht nur für die Zahlung der Kurtaxe und die digitale Kurkarte zur Verfügung. Man könne auch sehen, welche Vorteile man mit der Kurkarte genießt. Unter anderem in der Weser-Therme, auf dem Weserschiff „Hessen“ und im Tierpark Sababurg würden bereits jetzt Vorteile gegeben. Weitere Unternehmer wolle man zukünftig ins Boot holen. Auch für Tagestouristen würde der Erwerb einer Kurkarte damit attraktiver. „Es könnte eine Win-win-win-Situation werden“, erklärt Fremder, „die Gäste genießen Vorteile, die Unternehmen werben für sich und die Stadt hat mehr Geld für die touristische Infrastruktur zur Verfügung, die am Ende sowohl Bürgern als auch Gästen zu Gute kommt.“

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