Grüne: Klimaschutz endlich ernst nehmen

Daten der Bundesregierung belegen extreme Trockenheit in erster Jahreshälfte

Berlin (AFP) - Die erste Hälfte dieses Jahres war in Deutschland extrem trocken, wie nun auch Daten der Bundesregierung belegen. Während in den Jahren 2008 bis 2017 von Januar bis Juni im Mittel 346 Millimeter Niederschlag fielen, waren es 2018 in diesem Zeitraum 308 Millimeter, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Frage der Bundestagsabgeordneten und Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock hervorgeht, die den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstagausgabe) vorlag.
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Daten der Bundesregierung belegen extreme Trockenheit © AFP

Die bisher längste Trockenperiode dieses Jahres wurde demnach in der Station Garding in Schleswig-Holstein beobachtet. Nach den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fiel dort 33 Tage lang – vom 25. Juni bis zum 27. Juli – überhaupt kein Niederschlag.

"Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre sind zwischen Januar und Juni 2018 bisher nur 89 Prozent Niederschlag gefallen", erklärte Baerbock. Es sei zudem das dritt trockenste Halbjahr der vergangenen zehn Jahre. "Das zeigt: Die Klimakrise ist bei uns angekommen." Die Grünen-Vorsitzende forderte, die Bundesregierung müsse "endlich umsteuern und Klimaschutz ernst nehmen." Dazu gehöre der rasche Kohleausstieg und ein Klimafolgen-Anpassungsfonds.

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