Lesung im Stadtmuseum

"Deine Briefe sind unsere einzige Freude hier"

Hofgeismar (hak) - Zu einer Lesung zum Gedenken an die Pogrome im Deutschen Reich am 9. November 1938 unter dem Titel “Leben und Schicksal der Familie Goldschmidt aus Hofgeismar” am Dienstasg, dem 9. November 2021, um 19 Uhr lädt das Stadtmuseum Hofgeismar ein. Zuvor findet ab 18.20 Uhr am Petriplatz das traditionelle Gedenken der Opfer des Holocaust mit dem Entzünden der Kerzen für jedes Hofgeismarer Opfer und dem Verlesen der Namen statt.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, Spenden sind willkommen. Es gelten tagesaktuellen Hygieneregeln.

Zum Thema der Lesung:

Hofgeismar 1936. Die jüdische Familie Goldschmidt aus der Petristraße muss sich von ihrem 13-jährigen Sohn Erwin verabschieden. Mit einem Kindertransport kommt er nach San Francisco.
Für den einzigen jüdischen Schüler im Hofgeismarer Realgymnasium waren Ausgrenzung und Erniedrigung zu einem unerträglichen Leidensdruck geworden.
Die sehnsuchtsvollen Briefe seiner Familie sind erhalten geblieben. Ihre Stimmen zeugen heute von einem immer bedrohlicher werdenden Umfeld, der Eskalation am 9. November 1938 und der drängenden Suche nach Fluchtmöglichkeiten ins Ausland.
Julia Drinnenberg, pädagogische Leitererin Abteilung Judaica im Stadtmuseum Hofgeismar, stellt eine Auswahl aus der Sammlung von Briefen an Erwin in ihrem historischen Zusammenhang vor.

Anmeldungen unter Tel. 05671/4791 oder per E-Mail an museum@stadt-hofgeismar.de.

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