Denkmalstiftung kauft das „Pennig-Haus“

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Die Denkmalstiftung hat das „Pennig-Haus“ gekauft.

© Foto: Warburger Denkmalstiftung

Warburg (wrs) - Das sogenannte Pennig-Haus in der Marktstraße 18 in Warburg geht in das Eigentum der Warburger Denkmalstiftung über. Das Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke zur Sternstraße wurde 1862 erbaut und über 100 Jahre von der Familie Pennig bewirtschaftet. Seit 2016 steht es leer und sollte 2018 zum Abbruch freigegeben werden. Dagegen wandten sich zunächst die Warburger Denkmalstiftung und zahlreiche Bürger. Danach sprach sich ebenfalls der Petitionsausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen für den Erhalt des Hauses aus. Seither steht das von einem geräumigem Krüppelwalmdach gedeckte, dreigeschossige Fachwerkhaus unter Denkmalschutz. Die Warburger Denkmalstiftung übernimmt das schwer geschädigte Denkmal, um die Existenz des bedeutenden Gebäudes zu sichern. Ab 2021 soll es umfassend denkmalgerecht saniert werden und danach wieder als Wohn- und Geschäftshaus dienen. Die Einnahmen sollen später für weitere Denkmalmaßnahmen in Warburg gemeinnützig eingesetzt werden.

Die ostwestfälische Stadt Warburg verfügt über ein reiches kulturelles Erbe. Das Gemeinwesen bildet innerhalb einer umfangreichen Stadtmauer mit zehn Stadttürmen und neun Stadttoren und zahlreichen historischen Bauten ein einmaliges Ensemble. Um dieses historische Erbe zu sichern, zu pflegen und im Bewusstsein der Öffentlichkeit lebendig zu halten, war die Warburger Denkmalstiftung 2011 errichtet worden. Das Ziel der Treuhandstiftung ist die Herstellung einer Unabhängigkeit von nutzungsbedingten Zwängen, um insbesondere nachhaltige und fundierte Planungen sicherzustellen. Die Stiftung fördert satzungsgemäß insbesondere dort, wo auf der Basis von Bauforschung und intensiver Voruntersuchung die größtmögliche Erhaltung historischer Substanz angestrebt wird. Rekonstruktionen oder sogenannte „Fassadendenkmalpflege“ sind von der Förderung ausgeschlossen.

Die Warburger Denkmalstiftung ist eine von über 240 Stiftungen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz inzwischen treuhänderisch vertritt. Diese dauerhafte Unterstützung für bestimmte Aufgaben oder Einzeldenkmale in Deutschland entwickelt sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument, das bereits jetzt aus der Denkmallandschaft nicht mehr wegzudenken ist.

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