Deutschkurs für Flüchtlinge gestartet

Bodenwerder (ozm) - Mit 17 Teilnehmenden hat die Kreisvolkshochschule Holzminden einen ersten Deutschkurs für Flüchtlinge in Bodenwerder begonnen. Aus Afghanistan, Albanien, Syrien, Kosovo, Irak und Serbien stammen die Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Armut und Hunger im Landkreis Holzminden gelandet sind. Sie alle wollen Deutsch lernen, um sich in ihrem neuen Lebensumfeld zu orientieren und im Alltag auf Deutsch verständlich machen zu können. Hinsichtlich ihrer Lern- und Bildungsvoraussetzungen unterscheiden sich die Teilnehmenden des Kurses sehr stark voneinander. Das Spektrum reicht dabei von Menschen, die nicht lesen und schreiben können bzw. das lateinische Schriftsystem nicht beherrschen bis hin zu solchen, die in ihrem Heimatland höhere Bildungsabschlüsse erworben haben. Doch Frieda Weber,- langjährige, erfahrene Dozentin in den Integrationskursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge-, weiß, wie Sie trotz des unterschiedlichen Bildungsstands den Teilnehmenden erste Deutschkenntnisse vermitteln kann. Zum Unterrichtsteam gehören außerdem Daniela Barisani und Matthias Eisenberg.
Finanziert wird der Kurs in Bodenwerder über den Sozialfonds des Landkreises Holzminden. Im Beisein von Stadtdirektor Joachim Lienig und Fred Burkert von der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle sowie Vertreterinnen der Kreisvolkshochschule konnten nun Wörterbücher an die Teilnehmenden übergeben werden, die aus Mitteln der Braunschweigischen Sparkassenstiftung finanziert wurden. „Wir planen bereits weitere Deutschkurse in Eschershausen und Holzminden und hoffen dafür auf entsprechende Fördermittel des Landes.“,so die Leiterin der KVHS Holzminden Petra Piontek. Krystyna Tessmann, die in der KVHS für die Integrationskurse und für den Sprachenbereich sowie die Alphabetisierung zuständig ist, freut sich über das Zustandekommen des Kurses. „Das Erlernen der deutschen Sprache ist das A und O auf dem Weg der Flüchtlinge zur Integration.“, so ihre Aussage.