Ministerin verkündet Zuschlag per Video-Botschaft

Die Landesgartenschau kommt

Von Barbara Siebrecht
Höxter - Nicht wirklich überraschend, aber zur Freude aller Anwesenden in der Markthalle des historischen Rathauses verkündete Landwirtschaftsministerin Christian Schulze Föcking ihre Entscheidung zugunsten einer Landesgartenschau für das Jahr 2023 in Höxter. „Wir haben es geschafft, wir sind Landesgartenschau“, jubelte Bürgermeister Alexander Fischer und dankte ausdrücklich allen Akteuren, die in den vergangenen Monaten sich für die Bewerbung auf vielfältige Weise in Höxter und in Düsseldorf eingesetzt hatten.

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Diakon Erwin Winkler (v. l.), Kirchenvorstand Josef Risse, Landtagsabgeordneter Matthias Goeken, Saskia Fischer-Lensen, Bürgermeister Alexander Fischer, Baudezernentin Claudia Koch, Laura Heuschneider (Planungsbüro) , Stefan Fellmann Fachbereichsleiter Ordnung…, und Elmar Pröbsting (Planungsbüro) freuten sich über die gute Zusammenarbeit und die mit der Landesgartenschau verbundenen Chancen für die Kreisstadt.

© Foto: Siebrecht

Das vorgelegte Konzept und die Besichtigung vor Ort hatten die Kommission überzeugt. Gegen weiteren Bewerber musste sich Höxter nicht durchsetzen, da die anderen Kandidaten ihre Bewerbung wieder zurückgezogen hatten.
„Das Konzept hat Erfolgspotential: Die Verbindung von historischer Altstadt und Weltkulturerbe-Stätte stellt ein spannungsreiches Alleinstellungsmerkmal dar“, so die Ministerin, „ Höxter plant unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Weser-Zugänge in die Innenstadt und eine Aufwertung der Wall-Anlagen mit Spielbereich und Generationen-Treffpunkt. Geplat ist auch eine Verbindung der Altstadt von Höxter zum UNESCO-Welterbe Corvey entlang der Weser.
In NRW gibt es seit 1984 Gartenschauen. Bürgermeister Fischer stellte fest, Eine Landesgartenschau ist weit mehr als eine Leistungsschau des Landschafts- und Gartenbaus. Sie ist ein Strukturförderprogramm und gleichzeitig Motor für eine nachhaltige Stadtentwicklung […] die Ausrichtung einer Gartenschau ist Aufgabe einer gesamten Stadt und wird auch das bürgerschaftliche Gemeinwesen beflügeln“.

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Spontaner Applaus bei der Zusage der Ministerin mittels einer Video-Botschaft.

© Foto: Siebrecht


Landrat Friedhelm Spieker und der Vertreter der Bürgermeister des Kreises Michael Stickeln drückten ihre Freude aus und versprachen ihre Unterstützung. Landtagsabgeordneter Matthias Goeken meinte: „Das ist das Startsignal für einen Marathonlauf, ein Förderverein der Bürgerschaft muss sich zur Unterstützung gründen.“
Auch der Direktor der Herzog von Ratibor´schen Generalverwaltung, Michael Funke möchte die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die bei der Erarbeitung des Konzepts entstanden war, fortsetzen. Das Adelshaus verkauft Flächen (unter anderem des ehemaligen Sägewerkes) an die Stadt Höxter und erhält dafür Stadtwald und eine Entschädigung. Dort soll eines der wesentlichen Ziele des Managementplanes, der Archäologiepark entstehen. Landwirtschaftliche Flächen für Parkplätze während der Schau und deren Vor- und Nachbereitung stellt der Herzog von Ratibor kostenlos zur Verfügung. Auch die Vertreter des Planungsbüros Heuschneider Landschaftsarchitekten und die Vertreter der Kirche drückten ihre Freude über den Zuschlag aus.
Baudezernentin Claudia Koch dankte ausführlich allen Kollegen und Beteiligten und erklärte die nächsten Schritte. Eine Bau- und Betriebsgesellschaft für die LGS sein zu gründen, ein Realisierungs- und Planungswettbewerb auszuloben, die Themen Hochwasser und Bodendenkmalschutz weiter zu detaillieren. Sie schloss mit den Worten „ein schöneres Projekt kann es für eine Baudezernentin gar nicht geben, als die LGS in Höxter auszurichten.“

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