Fotoausstellung „Die Farbe des Rostes“

Die Schönheit der Vergänglichkeit

Höxter (ozm) - Derzeit können die Besucher des Kreishauses in Höxter Rost an den Flurwänden der Aula bewundern. Grund dafür sind jedoch keine Witterungseinflüsse, die der Bausubstanz zusetzen, sondern die Fotos von Gerd Vierk. Im Beisein vieler interessierter Bürger hat Landrat Friedhelm Spieker dessen Ausstellung „Die Farbe des Rostes“ feierlich eröffnet.

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Zahn der Zeit: Landrat Friedhelm Spieker (r.) hat die Fotoausstellung „Die Farbe des Rostes“ von Gerd Vierk aus Höxter im Kreishaus eröffnet, die noch bis zum 8. Dezember zu sehen ist. Als Geschenk überreichte er dem Künstler das neuerschienene Jahrbuch des Kreises Höxter.

© Foto: Kreis Höxter

Sie enthält eindrucksvolle Fotografien von stillgelegten Industrieanlagen aus dem Ruhrgebiet wie Hochöfen oder Zechen, an denen der Zahn der Zeit sichtlich genagt hat. „Sie haben den ganz besonderen Reiz dieses unverkennbaren Zeichens des Vergangs für sich entdeckt und mit Hilfe ihrer Kamera in Kombination mit den ganz speziellen Lichtverhältnissen daraus Kunstwerke geschaffen“, lobte Landrat Spieker in seiner Eröffnungsrede.
Geboren und aufgewachsen ist der heutige Höxteraner Gerd Vierk in Hamburg. Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für Technik und Fotografie. „Große Anlagen der Schwerindustrie lernte ich aber erst kennen, als mein Sohn sein Studium in Bochum begonnen hat“, erläuterte er seinem Publikum.
Die monumentalen technischen Anlagen haben ihn sofort in ihren Bann gezogen. „Es ist unheimlich spannend, denn die ganze Region der ehemaligen Schwerindustrie verändert sich noch heute. Alles ist in den letzten Jahren sehr grün geworden, die Natur holt sich ihren Raum zurück“, berichtete Gerd Vierk.
Mit seinen Bildern gehe es ihm nicht darum, etwas zu dokumentieren. „Ich habe eher einen künstlerischen Anspruch. Meine Aufnahmen bewegen sich in der Grauzone zwischen dem Gegenstand und der Abstraktion. Ich bezeichne meinen Stil deshalb als abstrakten Realismus“, so Vierk.
Besonders wichtig sei ihm, verschiedene Perspektiven beim Fotografieren einzunehmen und so den Blickwinkel auf das Motiv zu verändern. Wer Gerd Vierks Kunst bestaunen möchte, kann das noch bis zum 8. Dezember im Bereich der Aula während der regulären Öffnungszeiten des Kreishauses Höxter tun.

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