Dornröschen-Denkmal soll neuen Marktplatz zieren

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Die Künstlerin Karin Bohrmann-Roth präsentiert ihr Modell des Dornröschen-Denkmals, das nun endlich in absehbarer Zeit den neu gestalteten Marktplatz zieren soll Foto: Aderholz

© Foto: Aderholz

Von Kerstin Aderholz

 

Hofgeismar (hak) - Der weitgehende Stillstand des öffentlichen Lebens der letzten Wochen wird nach und nach gelockert, was dem Aufwachsen aus dem Dornröschenschlaf doch recht nahe kommt. Auch in Hofgeismar nähert sich der Prinz zielstrebig der schlafenden Schönheit, um sie wachzuküssen - und das im wörtlichen Sinn.

Denn das bereits seit 2015 in Planung befindliche Dornröschen-Denkmal, das auf dem Marktplatz installiert werden soll, nimmt konkrete Formen an. Nach einem Modell der Künstlerin Karin Bohrmann-Roth, die nun mit der Herstellung der endgültigen Form beauftragt wurde, soll das in Bronze gegossene Denkmal mit lebensgroßen Figuren seinen Platz auf dem Marktplatz finden.

Da in 2016 schon klar wurde, dass der Marktplatz umfangreich neu gestaltet werden sollte und dafür auch aufwendige Tiefbauarbeiten nötig würden, hat sich die Produktion einige Jahre verzögert.

Wilfried Eckart vom Heimat- und Verkehrsverein freute sich nun, die Nachricht von der Umsetzung des Modells als wichtiges Symbol für die Dornröschenstadt Hofgeismar zu verkünden. Als ganzjährig präsentes Thema sei das Denkmal eine wichtige Ergänzung zu den Auftritten der Figur des Dornröschens bei verschiedenen Veranstaltungen in der Stadt.

Bürgermeister Mannsbarth betonte, es sei vor allem Wert darauf gelegt worden, das Denkmal "nutzbar" zu gestalten. Ähnlich wie beim Würfelturmdenkmal, das übrigens eines der meist fotografierten Motive in der Stadt ist, können die Menschen mit den Figuren z.B. für Fotos interagieren oder sich einfach dazu setzen.

Karin Bohrmann-Roth freut sich sehr, dass es jetzt endlich soweit ist, und erklärte einige Details des Denkmals. So zeigt die Darstellung den durch die Dornenhecke heranstürmenden Prinzen kurz vor dem Dornröschen erweckden Kuss. Als liebevolles Detail befindet liegt neben dem Sockel ein ebenfalls noch schlafender Welpe.

Die Kosten des Denkmals belaufen sich auf 48.000 Euro netto. Bereits zu Beginn der Planung hatten die ideengebenden Vereine Heimat- und Verkehrsverein sowie der Verein für Geschichte und Landeskunde Zweigverein Hofgeismar die Bürger zu Spenden aufgerufen. Inklusive der Beiträge der Trägervereine in einem höheren vierstelligen Bereich sind gemeinsam mit den bisher eingegangenen Spenden rund 30.000 Euro zusammengekommen.

Weitere Spenden für das Denkmal sind herzlich willkommen. Dafür können die Bürger auf ein Konto der Stadt Hofgeismar einen beliebigen Betrag mit dem Verwendungszweck "Dornröschen-Denkmal" einzahlen und erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung. Die Differenz zu den tatsächlich anfallenden Kosten des Denkmals trägt die Stadt Hofgeismar.

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