Frühstücksei Anfang März 55 Prozent teurer als 2011

Drastisch gestiegene Eier-Preise nach Käfig-Verbot

Brüssel (AFP) - Die EU-Kommission hat bestätigt, dass nach dem Verbot von Käfigeiern in der Europäischen Union "die Eierpreise in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen sind". Besonders die Preise für Eier zur Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie hätten "Rekordstände" erreicht, teilte die Brüsseler Behörde mit. Aber auch die Preise für Frühstückseier seien "deutlich" gestiegen. Ein Grund dafür sei das Verbot von Käfighaltung für Legehennen. "Als Folge des Käfig-Verbots hat das Angebot auf dem Markt deutlich abgenommen."
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Eier auf Kölner Wochenmarkt © AFP

Die Vereinigung der Europäischen Eier-, Wild- und Geflügelwirtschaft (EPEGA) hatte kürzlich gewarnt, dass das Verbot der Käfighaltung von Legehennen in der Europäischen Union vor Ostern die Preise von Eiern steigen und die Mengen knapp werden lässt. Angaben aus Brüssel zufolge kosteten Frühstückseier in der ersten Märzwoche im Durchschnitt mehr als 55 Prozent mehr als in der Vorjahreswoche. Verglichen mit dem Durchschnittspreis für die Jahre 2007 bis 2011 lag der Preis in der ersten Woche des Monats fast 44 Prozent höher.

Besonders betroffen sind der EU-Kommission zufolge aber die Hersteller von beispielsweise Kuchen, Keksen oder Nudeln, die Eier zur Produktion ihrer Waren brauchen. Während die Preise für Eier zur industriellen Verarbeitung normalerweise 30 bis 50 Prozent unter denen für Frühstückseier liegen, sind sie demnach im Moment zehn bis 20 Prozent teurer. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte am Dienstag Befürchtungen widersprochen, dass vor Ostern in Deutschland die Eier knapp und teuer werden: "Wir können das nicht feststellen und auch die Preise sind nicht gestiegen."

Deutschland hatte das Verbot von Käfigeiern bereits im Jahr 2010 eingeführt. Damals habe der Markt drei bis vier Monate gebraucht, sich an die veränderte Lage anzupassen, teilte die Kommission mit. "Auf Grundlage dieser Erfahrung erwarten unsere Experten, dass der Markt sich bis Ende April wieder in die richtige Richtung bewegt." Schließlich seien hohe Preise ein klarer Anreiz für eine gesteigerte Eierproduktion in der Europäischen Union. Insgesamt könne die Eierproduktion in diesem Jahr aber 2,5 Prozent unter der Vorjahresmenge liegen, wodurch eine "begrenzte langfristige Auswirkung" auf die Eierpreise möglich sei.

Seit dem 1. Januar ist die Käfighaltung von Legehennen in allen EU-Ländern verboten. Mehrere EU-Staaten haben die Regelung allerdings noch nicht umgesetzt. Medienberichten zufolge kamen zuletzt vermehrt Tschechen über die Grenze nach Bayern und Sachsen-Anhalt, um sich infolge gestiegener Preise dort mit frischen Eiern einzudecken.

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2 Kommentare

Es ist wirklich lächerlich, dass der Markt offensichtlich noch nicht ausreichend vorbereitet war. Da verstehe ich die Strategen nicht. Ich denke auch, dass sich da der ein oder andere Euro mal schnell in die ......
von Nele am 27.03.2012
Ist doch inzwischen ein alter Hut. Der Staat bzw. die EU regelt etwas und haste nicht gesehen, steigen die Preise. Sicher auch aus Gründen steigender Herstellungskosten, a b e r... Eine willkommene ......
von Achim.M am 22.03.2012

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