Berliner müssen in die zweite Liga

Düsseldorf wieder erstklassig - Hertha im Tal der Tränen

Düsseldorf (AFP) - Fortuna Düsseldorf hat die lang ersehnte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga in einem Skandal-Spiel perfekt gemacht und Hertha BSC endgültig ins Tal der Tränen gestürzt. Der Zweitliga-Dritte schaffte durch ein 2:2 (1:1) in einem chaotischen Relegations-Rückspiel, das in der Schlussphase für über 20 Minuten unterbrochen worden war, nach 15 Jahren wieder den Aufstieg ins Oberhaus. Dagegen findet die kurze Regentschaft von Trainerlegende "König Otto" Rehhagel bei Hertha BSC mit dem sechsten Abstieg der alten Dame ein unrühmliches Ende. Das Hinspiel hatte die Hertha mit 1:2 verloren.
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Jubelnde Düsseldorfer nach Spielende © AFP

Dabei hing der Düsseldorfer Aufstieg in der Nachspielzeit am seidenen Faden. Als noch eine Minute in der Nachspielzeit zu spielen war, stürmten Fortuna-Anhänger bereits auf das Feld und rissen erste Rasenstücke heraus. Schiedsrichter Wolfgang Stark schickte beide Mannschaften vom Feld, Ordner und Polizei drängten die Fans zurück. Die Trainer und Spieler beider Teams verfolgten das Geschehen fassungslos aus den Katakomben. Zuvor hatten die Düsseldorfer Akteure versucht, den eigenen Anhang zu beruhigen.

"Man muss Schiedsrichter Wolfgang Stark ein großes Lob aussprechen. Er hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Am Ende ist alles noch einmal gut ausgegangen. Auch wenn alles was passiert ist, höchst bedenklich ist", sagte Hellmut Krug, Schiedsrichter-Boss der Deutschen Fußball-Liga (DFL).

Für Düsseldorf, das zuletzt in der Saison 1996/97 erstklassig und zwischenzeitlich bis in die vierte Liga abgerutscht war, erzielten Maximilian Beister nach nur 25 Sekunden und Joker Ranisav Jovanovic (59.) die Tore. Änis Ben-Hatira (22.) und Raffael (85.) war jeweils der Ausgleich gelungen. Torschütze Ben-Hatira musste in der 54. Minute mit "Gelb-Rot" wegen wiederholten Foulspiels vom Platz und schwächte sein Team damit entscheidend. Nach dem Treffer zum 2:1 stand die Partie kurz vor dem Abbruch, weil in beiden Fanblöcken Leuchtraketen und Bengalische Feuer gezündet worden waren.

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