Rangun (AFP) - Bei einem Besuch im südostasiatischen Birma hat EU-Außenministerin Catherine Ashton das Land zur Fortsetzung des angestoßenen Reformprozesses ermuntert. Die politische Öffnung müsse "unumkehrbar" sein, sagte sie bei einer Pressekonferenz mit der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in Rangun. Sie wisse jedoch auch, dass der "Wandlungsprozess" eine gewisse Zeit dauern werde.
Bei Nachwahlen zum Parlament am 1. April, die als wichtiger Test für den Reformwillen der Regierung gewertet wurden, hatte Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie 43 der 45 verfügbaren Mandate gewonnen. Auch Suu Kyi selbst zog erstmals ins Parlament ein. Sie hatte zuvor jahrelang im Gefängnis gesessen oder unter Hausarrest gestanden.
Anfang der Woche beschloss die Europäische Union die Aussetzung ihrer umfassenden Sanktionen gegen das lange Zeit von einer Militärjunta regierte Birma. Am Sonntag will auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) in das Land reisen. Mitte Februar war bereits Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) dort gewesen.