Pläne gegen Missbrauch hoch spekulativer Finanzprodukte
EU-Kommission schlägt schärfere Regeln für Leerverkäufe vor
Brüssel (AFP) - Zwei Jahre nach Beginn der Weltfinanzkrise stellt die Europäische Kommission heute Pläne gegen den Missbrauch hoch spekulativer Finanzprodukte vor. Im Visier der Kommission sind ungedeckte Leerverkäufe und Kreditausfallversicherungen, sogenannte Credit Default Swaps. Bei Leerverkäufen wetten Spekulanten auf den Verfall einer Währung oder Aktie - und können so erhebliche Unruhe an den Märkten auslösen. Das gilt auch für Versicherungen gegen Kreditausfälle, die als Spekulationsobjekt zweckentfremdet werden.
Protest gegen Heuschrecken
© AFP
Daneben plant EU-Finanzkommissar Michel Barnier schärfere Regeln für sogenannte Derivate. Dabei handelt es sich um Produkte, deren Preis sich nach den Kursschwankungen anderer Investments richtet.
Artikel vom 15.09.2010
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