Ehemaliges Gasthaus wird Unterkunft für Flüchtlingsfamilien

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Migrationsbereichsleiter Volker Rojahn und Landrat Michael Schünemann bei einer Ortsbegehung in Lütgenade.

© Foto: Peter Drews/Landkreis Holzminden

Holzminden/Lütgenade (ozm) - Auch dem Landkreis Holzminden werden jeden Tag von der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen neue Flüchtlinge zugewiesen. Seit Beginn des Ukrainekrieges Ende Februar hat sich die Unterbringungssituation noch einmal verschärft. Um Flüchtlingsfamilien und alleinerziehenden Frauen mit Kindern eine Bleibe bieten zu können, hat der Landkreis jetzt für drei Jahre das ehemalige Gasthaus Reimer in Lütgenade angemietet. Schon am Wochenende sollen die ersten Familien dort einziehen.
„Die Wohnsituation im Kreisgebiet für ankommende Flüchtlinge bleibt angespannt, deshalb haben wir nach weiteren Möglichkeiten gesucht, wo wir die Menschen unterbringen können“, erklärt Landrat Michael Schünemann. Auch ohne den Zuzug der ukrainischen Flüchtlinge platze das Zentrum für Migration aus allen Nähten. Aus diesem Grund habe man schon Anfang Januar angefangen, nach Alternativen zu suchen.
Am besten aufgehoben seien solche Unterkünfte sicher immer in einer der Städte des Landkreises, betonte der Landrat. Denn dort sei schnell und eigenständig alles selbst für die Geflüchteten zu erreichen. Und die habe man dann auch mit der Jugendherberge in Bodenwerder gefunden. Doch nachdem dann die Flüchtlingswelle aus der Ukraine begann, mussten auch wieder andere Möglichkeiten ins Auge gefasst werden. Mit den Räumlichkeiten in Lütgenade sei eine gute Alternative. In einem nicht öffentlichen Beschluss des Kreisausschusses habe dann auch die Politik einer Anmietung zugestimmt. In dem bereits möblierten Gebäude selbst und den daneben angegliederten ehemaligen Biker-Unterkünften können zwischen 30 und 40 Personen untergebracht werden. „Wir werden dort Familien und alleinerziehende Mütter unterbringen, weil die Räumlichkeiten für diesen Personenkreis optimal erscheint,“ unterstreicht der Landrat. Ziel auf längere Sicht ist es, für jede einzelne Flüchtlingsfamilie einzelne Wohnungen zu finden, denn damit hatte der Landkreis auch schon 2015 sehr gute Erfahrungen gemacht.

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