Förderung der Innenstadt

"Ein gutes Signal für die Innenstädte“

Brakel (ozm) - Die Stadt Brakel erhält rund 484.000 Euro aus dem „Sofortprogramm Innenstadt NRW 2020“ vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stadt selbst gibt etwa 54.000 Euro Eigenanteil für die kommenden Maßnahmen zur Entwicklung der Innenstadt hinzu.

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V.l.: Bürgermeister Hermann Temme, Alexander Kleinschmidt, Peter Frischemeier und Uwe Oeynhausen trafen sich anlässlich der Unterstützung seitens des „Sofortprogramm Innenstadt NRW 2020“.

© Foto: privat

„Dies ist ein gutes Signal für die Innenstädte“, sagte Bürgermeister Hermann Temme in einem Pressegespräch. Mit den Fördermitteln des Landes können wir beispielsweise leerstehende Lokale anmieten und diese günstiger weitervermieten, erklärte Temme. „So können wir neue Nutzungskonzepte entwickeln und etablieren“, so der erste Bürger der Nethestadt weiter.
„Die Entwicklung der Innenstadt ist für uns ein enorm großes Thema." Denn die Innenstadt sei das Herzstück Brakels. „Ich finde es gut, dass die Landesregierung diesem Thema Rechnung trägt“, unterstrich der Bürgermeister. Besonders dankbar sei er dem heimischen Landtagsabgeordneten Matthias Goeken, der sich sehr für das Thema einsetze.
„Wenn die Stadt Brakel beispielsweise im Rahmen des Programms leerstehende Gebäude anmietet, darf eine Vermietung an die Kommune zu maximal 70 Prozent der Altmiete erfolgen“, sagte Alexander Kleinschmidt, der bei der Stadt für Wirtschaftsförderung zuständig ist. Bei einer Weitervermietung an potenzielle Geschäftsbetreiber müsste der Mieter mindestens 40 Prozent der Altmiete zahlen. Die Differenz trägt die Stadt aus den oben genannten Fördermitteln. Diese Form der Förderung ist für maximal zwei Jahre und für eine Ladenfläche von maximal 300 Quadratmeter möglich. In Brakel gibt es derzeit rund zehn leerstehende Ladenlokale im Fördergebiet.
Außerdem möchte die Stadt Brakel Machbarkeitsstudien für die Nach- und Umnutzung von betroffenen Standorten initiieren. Hier soll dann beispielsweise geklärt werden, ob einige kleine Flächen zu einer großen zusammengefasst werden können, damit sie mit einem neuen Konzept beplant werden können. „Wir suchen jetzt im nächsten Schritt erneut den Dialog mit den Eigentümern“, erklärte Alexander Kleinschmidt die nächste Vorgehensweise.
Die vorgesehenen Maßnahmen beziehen sich auf den „zentralen Versorgungsbereich“, fügte Peter Frischemeier, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, hinzu. Dieser zentrale Versorgungsbereich umfasst den historischen Stadtkern und die Warburger Straße hinauf bis zur Abzweigung Bahndamm.
Bürgermeister Hermann Temme hob hervor, dass die Innenstadt in den kommenden Jahren im Fokus des politischen Handelns liege. Er wünscht sich eine vielfältige Innenstadt mit gastronomischen Angeboten und Geschäften.
Auch Uwe Oeynhausen betonte, dass das Angebotsspektrum in der Innenstadt erhalten und neu entwickelt werden müsse. „Wir müssen neue Zielgruppen ansprechen“, sagte der Brakeler als neuer Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Es erfolge bereits eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Innenstadtakteure, die weitergeführt werden müsse.

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