Sekundarschule erhält besondere Auszeichnung

Eine Schule mit Courage


Beverungen (brv) - Über die Titelverleihung zur „Schule ohne Rassis-mus – Schule mit Courage“ darf sich die Schulgemeinschaft der Sekundarschule in Dreiländereck in Beverungen freuen.

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(v.l.) Stolz halten Katja Hermneuwöhner und Freya Gittel gemeinsam mit dem Paten, Bürgermeister, Schulleiter, Konrektor, Regionalkoordinator und der engagierten Schülergruppe das neue Zertifikat in der Hand.

© Foto: Sekundarschule Beverungen

Im Rahmen einer Feierstunde an dem neben Schülern und Lehrern auch Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm sowie der Pate des Projekts, Rembert Stiewe, teilnahmen, wurde dieser Titel durch Rüdiger Gleisberg von der regionalen Koordinierungsstelle des kommunalen Integrationszentrums des Kreises Höxter übergeben. Damit gehört die Sekundarschule Beverungen jetzt einem Netzwerk von Schulen an, die es sich zur Selbstverpflichtung machen, Demokratie, Menschenwürde und ein solidarisches Miteinander in besonderer Weise in den Schulalltag zu integrieren.
In diesem Licht sieht auch Schulleiter Klaus Oppermann die Auszeichnung: „Wir als Schulgemeinschaft wollen Vielfalt leben, bewundern, akzeptieren. Wir wollen unterstützen, helfen, über uns hinauswachsen. Es ist der Gedanke einer „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, den wir in unseren Schulalltag einbeziehen und den wir unseren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben möchten.“
Oppermann widmete einen besonderen Dank Katja Hermneuwöhner und Freya Gittel – stellvertretend für die Projektgruppe –, die sich immer wieder engagiert und vieles koordiniert und schließlich den Kontakt mit dem Projektpaten hergestellt haben. Hermneuwöhner und Gittel haben auch ein halbes Jahr lang mit einer Schülergruppe an dem Thema „Diskriminierung, Rassismus und Courage“ gearbeitet, bevor die Jugendlichen durch alle Klassen gegangen sind und Unterschriften gesammelt haben. Um den Titel zu erhalten, müssen 70 % der Schüler, Lehrer und des weiteren Schulpersonals eine Erklärung unterschreiben, in der sie sich dazu bereiterklären, gegen Rassismus und Diskriminierung vorzugehen. Katja Hermneuwöhner ergänzte freudig: „Wir haben 80 % überzeugen können.“ Somit war es möglich, dass die Schule den Titel von der ersten Idee, bis zum Antrag in recht kurzer Zeit – trotz Corona – erhalten hat.
„Ich bin stolz euer Pate zu sein!“ sagte Rembert Stiewe und gratulierte in seiner Ansprache allen Beteiligten für die enge Zusammenarbeit. Er stärkte den engagierten Schülerinnen und Schüler in den Rücken. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ es ist für mich ein lebendiges und gleichzeitig wichtiges Projekt. Zur Feierstunde brachte Stiewe eine Videobotschaft von dem Journalisten und ZDF-Fernsehmoderator Jo Schück mit. Schück, der sich selbst als Menschenfreund und Antirassist bezeichnet, gratulierte auch noch einmal recht herzlich und bedankte sich bei allen Beteiligten der Schule, die sich überall für die Menschenfreundlichkeit und gegen den Hass engagieren.
Allen der Projektgruppegruppe und den Schülerinnen und Schülern ist klar, dass mit dem Schild an der Wand nicht alles getan ist. Es ist ein weiter Weg. Es ist viel Arbeit, die gemeinsam angepackt werden muss. Somit plant die Arbeitsgruppe gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sowie ihrem Paten, dass sobald es wieder zulässig ist, in Projekten für die Idee einer „Bunten Schule“, zu arbeiten. Sie alle wollen zeigen, dass Menschen aus Randgruppen eben genauso Menschen sind, wie sie selbst.

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