Hüffertgymnasium Warburg

Energetische Sanierung

Warburg (wrs) - Auf dem Flachdach des Neubaus des Hüffertgymnasiums wird bald eine Photovoltaik-Anlage installiert. Bereits Ende 2021 wurden für die Anlage Fördermittel über das Förderprogramm „progres.nrw" bei der Bezirksregierung Amsberg beantragt.

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(v.l.) Bürgermeister Tobias Scherf, Kimaschutzbeauftragte Annika Schmitt, Bauamtsleiter Ulrich Klare und Susanne Krekeler, Schulleiterin Hüffertgymnasium.

© Foto: Sürder

Diese fördert PV-Anlagen inkl. Batterspeicher auf kommunalen Liegenschaften für den Eigenverbrauch. Bauamtsleiter Ulrich Klare beziffert die Kosten für die Anlage auf rund 250.000 Euro. Die Förderquote liegt bei 90 Prozent. Das Hüffertgymnasium hatte sich als besonders geeignet für den Förderantrag herauskristallisiert, da das Dach des Neubaus bereits saniert worden ist und damit keine weitere Baumaßnahmen zur Vorbereitung für eine PV-Anlage nötig sind.

Darüber hinaus zählt das Hüffertgymnasium mit 160.000 Kilowattstunden pro Jahr zu den städtischen Liegenschaften mit dem größten Energieverbrauch. Die PV-Anlage soll bis zu 40 Prozent davon erzeugen. Aktuell läuft die Ausschreibung für das PV-Projekt. Die Verwaltung geht davon aus, dass nach der Beauftragung eines Unternehmens im Sommer die PV-Anlage mit 99 kWp inkl. Batteriespeicher im Herbst bzw. spätestens Ende des Jahres installiert werden können.

Neben dem Hüffertgymnasium werden auch auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses PV-Flächen installiert. "Wir prüfen derzeit, welche anderen städtischen Liegenschaften sich noch für Photovoltaik eignen", sagte Annika Schmitt, Klimaschutzbeauftragte der Hansestadt Warburg. Nach der Überprüfung soll dann ein Fahrplan erstellt werden, wie es weitergeht. "Es ist eine Herkulesaufgabe für Jahre und Jahrzehnte. Wir müssen das Thema Klimaschutz intensiv betrachten und anpacken", betonte Bürgermeister Tobias Scherf. Mit den Photovoltaik-Anlagen sei der Anfang gemacht.

Auch im Inneren des Hüffertgymnasiums werrden derzeit umfassende Baumaßnahmen zur durchgeführt: die alte Lüftungsanlage durch eine deutlich effizientere ersetzt. Die bestehende Lüftungsanlage ist mit wesentlichen Mängeln behaftet. Nach mehreren Gesprächen mit dem Sachverständigen/TÜV-Nord und einzelnen Lüftungsfirmen ist die Verwaltung daher bereits Ende 2020 zu dem Entschluss gelangt, dass eine Sanierung der bestehenden Anlage technisch und wirtschaftlich nicht zielführend ist.

Die neue Anlage ist mit einem Wärmerückgewinnungssystem ausgestattet, um die Energieeffizienz zu steigern. Im Zuge der Arbeiten werden ebenfalls die Heizungsverteilung und die Verkabelung der Anlage erneuert. Das vorhandene Lüftungskanalnetz soll hierbei weitestgehend erhalten bleiben. Die 41 Brandschutzklappen im Lüftungskanalnetz müssen jedoch erneuert werden.

Die Arbeiten zur Erneuerung der Lüftungsanlage haben in den Osterferien begonnen und sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 1,2 Mio. Euro. Die Stadt erhält hierfür eine Förderung in Höhe von 20 Prozent aus Mitteln der KfW.

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