CDU-Politiker: Autofahrer zahlen Euro-Rettung mit

FDP fordert Prüfung einer Erhöhung der Pendlerpauschale

München/Osnabrück (AFP) - Angesichts der hohen Benzinpreise dringt die FDP auf Anpassungen bei der Pendlerpauschale. "Der Bundesfinanzminister muss prüfen, ob dauerhaft steigende Spritpreise eine Anpassung der Pendlerpauschale nötig machen", forderte Generalsekretär Patrick Döring laut dem Nachrichtenmagazin "Focus". Schließlich seien auch die Bahnpreise gestiegen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte in der vergangenen Woche eine Forderung des ADAC abgelehnt, die Pendlerpauschale von 30 auf 40 Cent je Kilometer zu erhöhen.
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Diskussion über Erhöhung der Pendlerpauschale © AFP

Der CDU-Finanzpolitiker Manfred Kolbe machte die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) für die hohen Spritpreise mitverantwortlich. "Die Gelddruckmaschine der EZB trägt mindestens zu einem Drittel dazu bei, dass die Verbraucher so viel an der Tankstelle zahlen", sagte Kolbe der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Kolbe erläuterte, der Rohölpreis für ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte Brent liege zwar derzeit mit 124 US-Dollar deutlich unter dem Rekordpreis von 144 US-Dollar aus dem Jahr 2008. Doch wegen des schlechteren Wechselkurses koste das Barrel die Europäer inzwischen mit 93 Euro zwei Euro mehr als damals. Das liege daran, dass der Euro in Folge der Krise an Vertrauen verloren habe. Wenn die EZB weiter mit Volldampf Geld drucke, werde sich diese Entwicklung fortsetzen. "Die Europäer zahlen dann an der Zapfsäule die Euro-Rettung."

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