Schnelles Internet für Grebenstein und Liebenau

Förderbescheide über 198.000 Euro

Grebenstein/Liebenau (hak) - Da die Anbindung entlegenerer Haushalte wirtschaftlich oft nicht darstellbar ist, fördert das Land Hessen regelmäßig deren Gigabitanbindung. Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus konnte auf virtuellem Weg gleich drei GAK-Förderbescheide mit einer Gesamtsumme von 198.000 Euro an die Städte Grebenstein und Liebenau überreichen. GAK steht für die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“, für die Bund und Länder insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung stellen.
„Mit der Förderung unterstützen wir aktiv die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums. Damit sorgen wir dafür, dass die Menschen dort ebenfalls stark von den Vorzügen der Digitalisierung profitieren. Gerade die Corona-Pandemie beweist, wie notwendig eine leistungsfähige digitale Infrastruktur in der Fläche ist“, sagte die Ministerin bei der Übergabe. „Ich danke auch ausdrücklich dem Landkreis Kassel, der als Bindeglied zwischen Fördermittelgeber und Kommune fungiert und bei der Abwicklung der Verfahren die Kommunen unterstützt.“
Mit 54.000 Euro wird die Anbindung des abgelegenen Siedlungsbereichs Frankenhausen in der Stadt Grebenstein gefördert.
„Eine gute Breitbandanbindung gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Da darf der ländliche Raum nicht außen vor bleiben“, sagte der Bürgermeister der Stadt Grebenstein, Danny Sutor. „Daher freuen wir uns sehr darüber, dass durch dieses Förderprogramm auch außerhalb der geschlossenen Ortschaften Bürgerinnen und Bürger an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden können.“
Die Stadt Liebenau bekommt insgesamt 144.000 Euro Fördermittel. 72.000 Euro stehen für die Glasfaserversorgung des Liebenauer Ortsteils Niedermeiser zur Verfügung, um dort eine Verbindungstrasse ins 3,5 Kilometer entfernte Ersen zu ermöglichen. Weitere 72.000 Euro gibt es für die Anbindung von zwei Gewerbestandorten und einem landwirtschaftlichen Betrieb in Lamerden, die sich außerhalb der Ortslage befinden.
Liebenaus Bürgermeister Harald Munser: „Endlich greifen auch im ländlichen Raum Maßnahmen zur Entwicklung von Internet-Infrastrukturen. Nachdem man sich über Jahre an Themen wie Doppelförderungsverbot, Wettbewerbsverzerrung und Aufgreifschwelle juristisch abgearbeitet hat, ist das vorliegende Förderprogramm ein Beispiel, wie so etwas auch mit etwas einfacheren Verfahren zum Ziel führen kann.“
Erster Kreisbeigeordneter Andreas Siebert, Landkreis Kassel: „Wir freuen uns sehr über die Förderung durch das Land Hessen. Schnelles Internet gehört zur Grundversorgung überall in Deutschland und stärkt die Attraktivität des ländlichen Raums.“

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