Oberweser kümmert sich um potenziellen Leerstand

Förderung für Studie zur Zukunft des Grundschulgebäudes

Oberweser (hak) - Voraussichtlich zum Schuljahr 2018/19 wird der Grundschulstandort im Ortsteil Oedelsheim der Gemeinde Oberweser mangels Schülerzahlen auslaufen. „Wir wollen uns frühzeitig auf diese Situation vorbereiten und bereits heute mögliche Nutzungsideen für das dann an die Gemeinde zurückfallende Gebäude prüfen“, informiert Jürgen Noll, Erster Beigeordneter der Gemeinde Oberweser. Um mit einer Machbarkeitsstudie alle Alternativen näher zu beleuchten, nimmt die Gemeinde rund 10.500 Euro in die Hand. „Wir lassen die Gemeinden bei solchen Vorplanungen allerdings nicht im Regen stehen“, betont Peter Nissen vom Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel in Hofgeismar. Deshalb erhalte die Kommune einen Zuschuss von 6.583 Euro aus Mitteln der Europäischen Union (5.705 Euro) und des Landes Hessen (878 Euro). Nissen: „Sich frühzeitig Gedanken zu machen und dabei auch die politischen Gremien und die aktive Dorfgemeinschaft in Oedelsheim einzubeziehen, ist der richtige Weg, um zu einer nachhaltigen Nutzungsperspektive für die Grundschulgebäude zu kommen“.
Die Grundschule liegt in der Ortsmitte von Oedelsheim und besteht aus vier Einzelgebäuden. Zum 2.766 Quadratmeter großen Schulgelände gehört eine Freifläche mit vielen Bäumen und Büschen mit vielfältigen Sportangeboten und einer Sporthalle. „Die Sporthalle bleibt auf jeden Fall im Besitz des Landkreises, um so die bisherigen Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für die örtlichen Vereine zu erhalten“, berichtet Kreispressesprecher Harald Kühlborn.
Mit der jetzt möglichen Machbarkeitsstudie sollen sowohl realisierbare Nutzungen für das Gebäude wie auch Trägermodelle und Finanzierungsmöglichkeiten geprüft werden. Die Studie wird von einem Projektentwicklungsbüro aus Kassel erstellt.
„Uns ist wichtig, dass der Prozess der Studienerstellung transparent ist und dass alle Beteiligten eingebunden werden“, betont Erster Beigeordneter Noll. Deshalb würden die Zwischenergebnisse nach der ersten Prüfung aller Rahmenbedingungen vorgestellt und mit den Oedelsheimern diskutiert. So werde sichergestellt, dass die möglichen Nutzungen und das Ergebnis der Studie von der Bevölkerung getragen werden und damit nachhaltig sind.

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