Jugend- und Pädagogikpreis geht an zwei Schulprojekte

Frauen-Trio gewinnt Naturschutzpreis

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Pandemiebedingt immer wieder verschoben, wurde der Naturschutzpreis 2020 nun im Rahmen einer Videokonferenz vergeben. Im Bild Thomas Ackermann, Dezernent für Umwelt und Klimaschutz beim Landkreis Kassel.

© Foto: Landkreis Kassel

Landkreis Kassel (hak) - Roswitha König, Angie Schulz und Susanne Weber sind die Gewinnerinnen des vom Landkreis Kassel vergebenen Naturschutzpreises. Das Frauen-Trio kümmert sich um die Rettung verletzter, untergewichtiger oder kranker Wildtiere und überzeugte damit die Jury aus Vertretern des Kreisausschusses, des Naturschutzbeirats und der Unteren Naturschutzbehörde. Der Preis ist mit insgesamt 1.500 Euro dotiert.
In ihrer Laudatio lobte Dr. Anna Kuntzsch, die Vorsitzende des Naturschutzbeirates, das langjährige und aufopfernde Engagement der Preisträgerinnen, die jedes Jahr Hunderte von Tieren retten. König und Schulz päppeln schon seit rund 30 Jahren hilfsbedürftige Vögel auf. Weber, die sich zunächst auch um Vögel kümmerte, hat sich inzwischen der Rettung von Igeln zugewandt. Alle Preisträgerinnen betonten, dass die Zahl zu betreuenden Tiere jedes Jahr steige und gleichzeitig der Zeitaufwand für die Pflege, bei der es keine freien Tage gebe, sehr hoch sei. Alle drei Frauen finanzieren ihre Arbeit ausschließlich über Spenden. "Das ist leider jedes Jahr wieder eine Zitterpartie", so Schulz.
Den mit 500 Euro dotierten Jugend- und Pädagogikpreis vergab die Jury an die Bienen-AG der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg und an die Nilpferdklasse der Grundschule Vollmarshausen, die die Patenschaft für einen Blühstreifen in der Nähe der Schule übernommen hat.
"Ich finde den Naturschutzpreis ausgesprochen wichtig", betonte auch Thomas Ackermann, Dezernent für Umwelt und Klimaschutz beim Landkreis Kassel, bei der Verleihung. Denn: "Die positiven Beispiele der Preisträger zeigen, dass es viele Wege gibt, sich auf lokaler Ebene für Artenvielfalt und den Naturschutz einzusetzen", so Ackermann. Konkrete Projekte an den Schulen ermöglichten jungen Menschen die Natur zu erleben, zu untersuchen und zu beobachten.
Abschließend verwies Ackermann noch einmal auf die besonderen Umstände der Preisverleihung. Pandemiebedingt war die eigentlich schon für das Jahr 2020 vorgesehene Veranstaltung immer wieder verschoben worden und fand nun im Rahmen einer Videokonferenz statt. "Wir hoffen jetzt auf eine bessere Lage im kommenden November", so Ackermann. Dann werden die Preisträger für 2021 und 2022 ausgezeichnet. Und auch die jetzigen Preisträger sollen eingeladen werden. Urkunde und Preisgeld erhalten sie in wenigen Tagen.

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