Ulla (ise) - Wilhelm Martin Leberecht de Wette wurde als Sohn des Pfarrers am 12. Januar 1780 in Ulla bei Weimar geboren. Er besuchte das Gymnasium in Weimar. Hier war Johann Gottfried Herder sein Lehrer. 1799 begann de Wette an der Universität Jena ein Theologiestudium. Nach seiner Promotion wurde er Privatdozent in Jena und 1807 Professor der Theologie an der Universität Heidelberg. 1810 besetzte er einen ähnlichen Lehrstuhl an der soeben gegründeten Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin. Er wurde jedoch 1819 aus Berlin in Unehren entlassen, da er der Mutter von Karl Ludwig Sand, des Mörders August von Kotzebues, einen Trostbrief gesandt hatte. Eine Petition zu seinen Gunsten seitens des Senats der Universität blieb ohne Erfolg, und ein Dekret wurde erlassen, das ihm nicht nur die Lehrerlaubnis entzog, sondern ihn auch aus Preußen verbannte.
Wilhelm Martin Leberecht de Wette hat die erste wissenschaftliche Ausgabe der Briefe Martin Luthers organisiert und gilt als Begründer der historisch-kritischen Bibellektüre. Mitglieder der Kirchgemeinde und des Ortsvereins Ulla haben ihm zum Geburtstag an seinem Gedenkstein Rosen gewidmet.
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De Wette zog wieder nach Weimar. Hier bereitete er die Ausgabe der Briefe von Martin Luther vor. 1822 nahm er eine Berufung an die theologische Fakultät der Universität Basel an. Im Jahr 1829 erwarb er das Bürgerrecht und wurde danach fünfmal Rektor der Universität, die ihm einen großen Teil ihres erneuerten Ansehens verdankte, besonders in der theologischen Fakultät.
De Wette hat die erste wissenschaftliche Ausgabe der Briefe Martin Luthers organisiert und gilt als Begründer der historisch-kritischen Bibellektüre.
Mitglieder der Kirchgemeinde und des Ortsvereins Ulla haben ihm Rosen gewidmet zum Geburtstag an seinem Gedenkstein vor der Kirche des Ortes.
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