DFB-Präsident Niersbach: "Gemeinsames Signal gesetzt"

Fußball-Sicherheitsgipfel verurteilt Bengalos in Stadien

Berlin (AFP) - Die Teilnehmer des Fußball-Sicherheitsgipfels in Berlin haben den Einsatz von Pyrotechnik in Stadien einhellig verurteilt. Zugleich wandten sich Vertreter der Profivereine in einem gemeinsam mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) verabschiedeten Verhaltenskodex gegen jede Form von Gewalt und erklärten ihren Willen, Verstöße gegen geltendes Recht hart zu sanktionieren.
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Relegationsspiel Düsseldorf-Hertha BSC © AFP

Darüber hinaus beschlossen die Vereinsvertreter, ihren Beitrag an der Finanzierung der Fanprojekte auf 50 Prozent zu erhöhen. Da jedoch der Anteil von Kommunen und Ländern gleichzeitig sinkt, bleibt es vorerst bei insgesamt etwa 25 Millionen Euro, die der Präventionsarbeit zugute kommen. Zudem soll die Maximaldauer von Stadionverboten von bisher drei auf maximal zehn Jahre erhöht werden.

An dem Treffen nahmen Vertreter von Verbänden, Politik und von 53 Profivereinen teil - nur Zweitligist Union Berlin hatte seine Teilnahme im Vorfeld abgesagt. "Wir haben ein gemeinsames Signal gesetzt", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach nach dem Treffen. "Das ist ein Stoppzeichen gegen Gewalt und jede Form von Pyrotechnik."

Die Maßnahmen müssen nun in Zukunft Wirkung erzielen, ansonsten könnte die Politik mittelfristig doch die Geduld verlieren. So drohen Fans unter Umständen die Abschaffung von Stehplätzen, personalisierte Tickets und eine verstärkte Videoüberwachung in den Stadien. "Wir haben deutlich gemacht, dass wir erwarten, dass das, was beschlossen ist, auch ernsthaft umgesetzt wird", sagte Friedrich. "Ich habe mir aber auch erlaubt, deutlich zu machen, dass wir uns auch weitere Maßnahmen vorstellen können, wenn es nicht ruhig wird."

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