Orange the World

Gebäude als Signal gegen Gewalt beleuchtet

Bild anzeigen

Orange the world: Auch das Schloss Bevern wird zu diesem Anlass in Farbe getaucht.

© Foto: privat

Holzminden (ozm) - Erst jüngst vermeldete das Bundeskriminalamt wieder alarmierende Zahlen: Die Zahl der Partnerschaftsdelikte ist bundesweit innerhalb eines Jahres um 4,4 Prozent auf 148031 gestiegen. 139 Frauen starben durch die Hand ihrer Partner, stündlich erfahren 13 Frauen Gewalt in der Beziehung. Grund genug, wie schon in den Jahren zuvor vom 25. November bis zum 10. Dezember wieder ein öffentliches Signal dagegen zu setzen. In Holzminden werden deshalb seit Donnerstag, 25.11., u. a. das Kreishaus in der Neuen Straße, das Holzmindener Rathaus und die HAWK orange beleuchtet. In der Region ist die Aktion vom Zonta Club Höxter ins Leben gerufen worden. Neben dem Landkreis und der Stadt Holzminden beteiligen sich auch die HAWK sowie etliche andere Institutionen und Privatleute an „Orange the World“.
Die Beleuchtungskampagne „Orange the World“ ist vor genau 30 Jahren von den UN-Women ins Leben gerufen worden. Seitdem wird das Zeichen gegen die Gewalt jedes Jahr zwischen dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November bis zum 10. Dezember, dem „Internationalen Tag der Menschenrechte“, gesetzt. Während dieses Zeitraumes leuchten rund um den Globus öffentliche und teilweise auch private Gebäude in Orange. Neben Rat- und Kreishaus sowie der Hochschule wird in der Kreisstadt unter anderem auch das Gebäude des Stadtmarketings beleuchtet. Im Landkreis sind auch das Schloss Fürstenberg und das Schloss Bevern mit dabei.
Für Stadt und Landkreis ist das Signal eine Selbstverständlichkeit und eine notwendige Erinnerung, nicht wegzuschauen. Mit der Unterstützung der „Orange the World“ Kampagne setzen die Stadt- und die Kreisverwaltung Holzminden ein Zeichen gegen Gewalt und für Opferschutz. „Wir dürfen es keinesfalls akzeptieren, dass Gewalt in unserer Gesellschaft alltäglich wird und über die Taten, weil sie im familiären Umfeld geschehen, hinweggesehen wird“, unterstreicht Landrat Michael Schünemann die Wichtigkeit der Botschaft. Und auch Holzmindens Bürgermeister Christian Belke betont, dass man eine Null-Toleranz-Botschaft aussenden wolle. „Gewalt kann und darf niemals eine Lösung für Probleme sein“, betont Belke. Das gelte sowohl für die Stadt wie auch den Landkreis Holzminden, das Land Niedersachsen, die Bundesrepublik Deutschland und die Welt.
Kreis- und Stadtverwaltung appellieren an alle Menschen, in der Sache Solidarität zu zeigen. „Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Menschen und Organisationen dieser Kampagne anschließen, um Opfern von Gewalt zu versichern, dass sie nicht allein gelassen werden“, erklären Bürgermeister und Landrat gemeinsam. „Wir möchten Mut machen, das Schweigen zu brechen und Hilfe zu suchen.“

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder