Gemeinsam 20 Jahre im Roten Land für gutes Grundwasser

Diemelstadt (wrs) - Seit 2002 gibt es im Wasserschutzgebiet Helmighausen und Hesperinghausen eine Zusatzberatung zur grundwasserschonenden Landbewirtschaftung. In Kooperation zwischen den Landwirten und der Stadt Diemelstadt wird gemeinsam an der Verbesserung der Trinkwasserqualität gearbeitet. Im Rahmen dieser Bemühungen betreut die Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) die Landwirte in Fragen des Wasserschutzes.
Allgemeine Düngungsfragen, sowie das Anrechnen und Verteilen von anfallenden Wirtschaftsdüngern werden mit einer umfangreichen Analytik begleitet. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt im Anbau von Zwischenfrüchten nach der Ernte der Hauptfrucht im Sommer. Zwischenfruchtanbau fördert nicht nur die Biodiversität, sondern kann auch den Großteil des im Herbst freigesetzten Stickstoffes aufnehmen. Somit wird die Auswaschung von Nitrat ins Grundwasser erheblich reduziert. Eine weitere Maßnahme zur Minderung der Nitrat-Auswaschung ist eine reduzierte Bodenbearbeitung. Gerade Bodenbearbeitung im Herbst und nach bestimmten Fruchtarten (z.B. Winterraps) fördert eine hohe Stickstoff-Freisetzung, diese kann durch bestimmte Verfahren reduziert werden. Diese Maßnahmen können mit einer ausgewogenen Fruchtfolge kombiniert und intensiviert werden. Die Landwirte haben sich in Kooperationsvereinbarungen verpflichtet, innerhalb des Wasserschutzgebietes erhöhte Auflagen einzuhalten. Die IGLU begleitet die Kontrolle der korrekten Durchführung und Einhaltung von Maßnahmen und Auflagen des Kooperationsvertrages, sowie die Abwicklung der sich daraus ergebenen Ausgleichsansprüche.
Die Entwicklung der Nitratwerte ist in Hespringhausen auf einem stabilen niedrigen Niveau, in Helmighausen konnte der Nitratgehalt über die vergangenen Jahre deutlich reduziert werden. „Das gemeinsame Engagement der Stadt Diemelstadt und den, in den Wasserschutzgebieten wirtschaftenden Landwirten, hat zu einer deutlichen Verbesserung der Wasserqualität in Helmighausen und Hesperinghausen geführt. Wir werden auch weiterhin alles notwendige tun, um die Qualität des Trinkwassers gerade im Bereich der Nitratreduzierung auch zukünftig sicherzustellen“, fasst Bürgermeister Elmar Schröder das 20-jährige Gemeinschaftsprojekt zusammen.

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