Bei dem Vorwahl-Marathon um die Republikaner-Kandidatur konnte Gingrich in den vergangenen Monaten nur in seinem Heimatstaat Georgia und im benachbarten South Carolina gewinnen. Der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses lag bei den Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag seiner Partei Ende August weit abgeschlagen hinter Mitt Romney, der im November aller Wahrscheinlichkeit nach Präsident Barack Obama herausfordern wird.
"Heute setze ich meine Kampagne aus. Das bedeutet aber nicht, dass ich meinen Bürgersinn aussetze", sagte Gingrich, der ankündigte, sich weiter politisch engagieren zu wollen. Der Polit-Veteran, der Romney im Vorwahlkampf mangelnde konservative Haltung vorgeworfen hatte, deutete nun seine Unterstützung für den Ex-Gouverneur an. Bei der Wahl am 6. November gehe es um eine "Entscheidung zwischen Mitt Romney und dem radikalsten, linkesten Präsidenten der amerikanischen Geschichte", sagte er.
Romney erklärte, er sei zuversichtlich, dass Gingrich weiter "wichtige Leistungen" für die republikanische Partei erbringen werde. Der frühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses habe die Politik in den USA mit "intellektueller Vitalität" bereichert.
Mitte April hatte bereits Romneys ärgster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen. Damit bleibt neben dem Ex-Gouverneur von Massachusetts nur noch der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul im Rennen, dem aber keine Chancen auf die Nominierung eingeräumt werden.
Noch keine Kommentare vorhanden