Warten auf Baugenehmigung

Große Bauvorhaben in der Altenhilfe

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(V.l.) Klaus Vering Leiter de Altenhilfezentrums Gesundbrunnen, Ralf Plannkuche, Geschäftsführer, Nadja Richter, Gebäudemanagement, Dr. Jochen Gerlach, theologischer Vorstand und Architekt Uwe Hoegen. Im Hinergrund sollen die neuen Gebäude für den Pflegebereich entstehen.

© Foto: Seidenstücker

Von Inge Seidenstücker

Hofgeismar – Seit 128 Jahren steht die Evangelische Altenhilfe in Hofgeismar für die Pflege und Betreuung älterer Menschen und sieht das auch in Zukunft als wesentliche Aufgabe der Gesellschaft. Dazu ist es wichtig, wirtschaftlich effiziente und ökologisch zeitgemäße Angebote zu entwickeln. Um den modernen Anforderungen auch künftig gerecht zu werden, wurde seitens der Geschäftsführung überlegt einige Gebäude, die mittlerweile in die Jahre gekommen sind, wie das Else-Steinbrecher und das Neue Brunnenhaus unter die Lupe zu nehmen. Dabei stellte sich heraus, dass ein Neubau mehr Sinn macht.
Bei einer Pressekonferenz wurde nun von der Geschäftsführung, Dr. Jochen Gerlach, als theologischer Vorstand, Ralf Pfannkuche als kaufmännischer Vorstand, Klaus Vering, der Leiter der Altenhilfe in Hofgeismar sowie dem Architekten Uwe Hoegen das umfassende Konzept vorgestellt.
So sehen die Pläne die Errichtung eines Neubaus am Kabemühlenweg für 150 Bewohner vor. Dabei werden zwei Hausteile mit einmal 90 und einmal 60 Zimmern entstehen. Die beiden Häuser sind Ersatz für das jetzige „Else-Steinbrecher-Haus“ sowie das „Neue Brunnenhaus“.
Im ersten Bauabschnitt soll der Ersatzbau für das Else-Steinbrecher-Haus mit 90 Zimmern mit drei Wohnbereichen für je 30 Menschen gebaut werden. Der Ersatzbau für das Neue Brunnenhaus mit 60 Zimmern mit zwei Bereichen für jeweils 30 Personen wird dann in einem zweiten Abschnitt entstehen.
„Natürlich wurde bei der Planung auch auf erleichtertes Arbeiten für das Personal geachtet“, sagte Architekt Hoegen. So sind kurze Wege ein wichtiger Faktor. Zudem wurde die Sicht der Mitarbeitenden in die Planung mit einbezogen.
Die beiden Hausteile erhalten jeweils einen Innenhof, in dem auch nicht mehr so gut orientierte Bewohner ohne Gefahr spazieren gehen können. Diese sind wiederum mit einem großzügigen Gemeinschaftsbereich verbunden. Der als Lebensraum deklarierte Bereich bietet Möglichkeit für Betreuungsangebote, für Feiern und anderes mehr, ohne das gewohnte Umfeld verlassen zu müssen.
Alle Zimmer werden Einzelzimmer mit Bad sein und mit bodentiefen Fenstern ausgestattet, sodass man auch vom Bett einen Ausblick nach draußen hat. In einem Verbindungsbau zwischen den beiden Hausteilen werden neben einigen Büros auch ein Friseur-, ein Fußpflegesalon und ein Arztzimmer entstehen.
Auch der jetzige Küchentrakt soll neu gebaut werden. Das Gebäude der ehemaligen Wäscherei wird ebenfalls abgerissen, informierte Hoegen. Ebenso soll die Pflegeschule nach Sanierung in das Albert-Klingender-Haus umziehen. Des Weiteren werden die Festhalle und das Café Gesundbrunnen saniert.
Die Zufahrt von der Brunnenstraße soll als Hauptzufahrtsweg fungieren. „So ist der Weg von der Umgehungsstraße auf das Gelände der Altenpflege ebenfalls kurz“, räumte der Architekt ein. Ein gerade frisch geschotterter Platz dient als Parkplatz.
Insgesamt wird ein ganz neues Bild der Anlage entstehen, denn durch den Abriss einiger Gebäude erweitert sich die Parkfläche und durch den Einsatz von viel Holz an den Fassaden soll eine warme Atmosphäre geschaffen werden.
„Rund 20 Millionen sollen hier in den nächsten Jahren investiert werden“, informierte Pfannkuche. Natürlich hat man bei der Planung alle Aspekte des Klimaschutzes berücksichtigt und wird die Kriterien einer KFW-40 Förderung erfüllen. „Nun muss nur noch die Baugenehmigung erfolgen, dann geht es los“, sagte Pfannkuche abschließend.

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