Sarkozy habe seinen Ministern versichert, dass die letzte Kabinettssitzung kein "trauriger Tag" sei, berichtete Verteidigungsminister Gérard Longuet. "Das ist die Demokratie, das sind die Spielregeln", zitierte Longuet den Staatschef hinterher.
Sarkozy will nach einer Auszeit wieder als Anwalt arbeiten. Der 57-Jährige wolle sich schnell wieder bei der Anwaltskammer Paris einschreiben, sagte sein Berater Franck Louvrier. Sarkozy sei immer noch Teilhaber der Kanzlei seines Partners Arnaud Claude. Nach der Amtsübergabe am kommenden Dienstag werde der Präsident aber zuerst einmal Urlaub machen, wahrscheinlich in der Ferienvilla seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy an der Côte d'Azur.
Sarkozy hatte die Stichwahl um das Präsidentenamt am Sonntag gegen den Sozialisten François Hollande verloren, der am Dienstag die Amtsgeschäfte übernimmt. Dann will Hollande auch bekanntgeben, wer seiner neuen Regierung angehört. Noch am Wahlabend hatte Sarkozy seinen Ausstieg aus der Politik angedeutet. "Nach 35 Jahren in der Politik kann mein Platz nicht mehr derselbe sein", sagte Sarkozy, der seine politische Karriere mit 28 Jahren als Bürgermeister des Pariser Nobelvororts Neuilly begann.
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