Unglückliche Aussage bei DFB-Pressekonferenz

Hansi Flick entschuldigt sich für Stahlhelm-Fauxpas

Danzig (AFP) - Hansi Flick, Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, hat sich für seinen verbalen Fauxpas am Morgen bei der Pressekonferenz der deutschen Fußball-Nationalmannschaft entschuldigt. Kurz vor der Abreise der DFB-Auswahl aus ihrem EM-Quartier im polnischen Danzig nach Lwiw in der Ukraine hatte er gesagt, dass die Nationalmannschaft im ersten Gruppenspiel gegen Portugal am Samstag bei Freistößen von Cristiano Ronaldo "den Stahlhelm aufsetzen und sich großmachen" müsse.
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Hansi Flick © AFP

"Es tut mir leid, wenn Irritationen durch eine unglückliche Bemerkung von mir entstanden sind. Es war ein Versprecher, der keine falschen Eindrücke aufkommen lassen sollte. Es ist sonst nicht meine Art, mich mit militärischem Vokabular zu sportlichen Sachverhalten zu äußern. Ich entschuldige mich für meine Ausdrucksweise bei der Pressekonferenz und ärgere mich selbst am meisten darüber, weil ich weiß, wie sensibel wir mit dieser Thematik umgehen", teilte er auf DFB.de mit.

Die Formulierung hatte Kopfschütteln erzeugt, weil am 1. September 1939 ausgerechnet in Danzig Hitler-Deutschland den Krieg gegen Polen begonnen hat.

Sportlich ist für den deutschen WM-Auftakt alles im Lot: Joachim Löw kann gegen Portugal aus dem Vollen schöpfen. Alle 23 Spieler des Kaders stehen für das erste Gruppenspiel zur Verfügung. "Alle sind einsatzfähig. Auch Per Mertesacker konnte Entwarnung geben", sagte Flick.

Mertesacker war am Donnerstag im Training mit Jerome Boateng zusammengeprallt und hatte die Einheit abbrechen müssen. "Es war kurz unklar. Es hat sich dann aber schnell herausgestellt, dass es nichts Dramatisches ist", sagte Flick. Bereits am Donnerstag hatte Löw im Fall des lange Zeit verletzten Bastian Schweinsteiger betont, dass dieser spielen könne.

Keine weiteren Auskünfte wollte Flick indes über die Mannschaftsaufstellung geben. Nach wie vor ist offen, ob Boateng auf der rechten Seite gegen Portugals Superstar Ronaldo verteidigt. Löw hatte überraschend Lars Bender als Alternative ins Gespräch gebracht.

© AFP

Man wolle das Abschlusstraining am Freitagabend in Lwiw abwarten und dann in Ruhe entscheiden, so Flick. Das Trainerteam habe zwar "eine Formation im Kopf. Eine gewisse Unsicherheit bei den Spielern ist aber auch gut, um die Konzentration hochzuhalten."

Die EM beginnt um 18 Uhr mit dem Spiel Polen gegen Griechenland in der polnischen Hauptstadt Warschau.

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