Erstorientierungskurs Deutsch für Geflüchtete

Herausforderungen des Alltags meistern

Von Peter Vössing

Beverungen – Für die Menschen, die dem Krieg in ihrer Heimat Ukraine entfliehen konnten, ist momentan der Erwerb der deutschen Sprache der Grundstock allen Handelns.

Bild anzeigen

Bürgermeister Hubertus Grimm, VHS-Leiter Ulrich Wille, Verwaltungsleiter Johannes Schröder und Case-Managerin Sabrina Schwalm besuchten den von den Dozenten Sylvia und Ludger Wessel geleiteten Erstorientierungskurs Deutsch für Geflüchtete.

© Foto: Peter Vössing

Einkäufe, Arztbesuche, Behördengänge, alltägliche Herausforderungen etc. sind ohne Sprachkenntnisse kaum zu schaffen. „Es ist gelungen, in Beverungen in kurzer Zeit einen Sprachkurs für die Geflüchteten zu organisieren“, machte Bürgermeister Hubertus Grimm deutlich. Er kam zusammen mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Beverungen (Case Managerin), Sabrina Schwalm, zum Sprachkurs in den Aufenthaltsraum des Feuerwehrgerätehauses in Beverungen.
20 in Beverungen untergebrachte erwachsene Geflüchtete drücken dort jetzt die Schulbank, um erste Sprachkenntnisse zu erwerben. Während ihre Kinder zur Schule gehen, haben sie die Möglichkeit, Deutsch zu büffeln. „Durchgeführt wird der Kurs vom VHS-Zweckverband Diemel-Egge-Weser. An vier Tagen in der Woche werden die Kursteilnehmer in jeweils fünf  Schulstunden von den engagierten qualifizierten Dozenten Sylvia und Ludger Wessel unterrichtet“, erklärte der Beverunger VHS-Zweigstellenleiter Ulrich Wille. „Da die Geflüchteten, hauptsächlich sind es Frauen aus der Ukraine, schon durch ihre Englischkenntnisse über Erfahrung mit der lateinischen Schrift verfügen, ist es relativ einfach mit der Stoffvermittlung“, erklärte Ludger Wessel.
Finanziell wird der Sprachkurs von der katholischen Kirche unterstützt. „Wir konnten unkompliziert 6.000 Euro aus dem Flüchtlingsfonds der Erzdiözese Paderborn als spontane Hilfestellung für den Kurs zur Verfügung stellen“, erläuterte der Verwaltungsleiter Johannes Schröder (Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen).
Bis zum 24. Juni werden die Geflüchteten von den beiden Dozenten in 130 Schulstunden unterrichtet. Betreut werden die Kriegsflüchtlinge in Beverungen von der Case-Managerin Sabrina Schwalm, die unter anderem bei alltäglichen Problemen (Behördengänge etc.) behilflich ist. Die Betreuung der Kleinkinder während des Unterrichts ist für die Frauen allerdings noch problematisch, da es keine Kindergartenplätze gibt. In Beverungen leben zurzeit 113 Geflüchtete aus der Ukraine. Viele von ihnen sind noch von den Eindrücken des Kriegs geprägt. Im Anschluss an den Orientierungskurs Deutsch, für den keine Abschlussprüfung nötig ist, soll ein Integrationskurs mit Sprachqualifikation starten.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder