Landrat überreichte Förderung

Hintere Straße in Liebenau bald Vorzeigeprojekt

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Finanzierung gesichert. (V.l.) Landrat Uwe Schmidt, Bürgermeister Harald Munser und der Leiter des Amtes für Regionalentwicklung, Peter Nissen.

© Foto: Seidenstücker

Von Inge Seidenstücker


Liebenau – Schon lange ist die Freiflächengestaltung ein Thema in der Dorfentwicklung, doch in Liebenau geht man nun neue Wege. So war die Hintere Straße zunächst gar nicht im Plan und wurde im April 2016 noch nachgemeldet, informierte Bürgermeister Harald Munster.
„Diese Baumaßnahme ist eine gelungene Vernetzung unterschiedlicher Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten“, hob Landrat Uwe Schmidt bei der Übergabe des Fördermittelbescheides von 59.711 Euro hervor. Mit den Mitteln aus dem Dorfentwicklungsprogramm wird die gestalterische Aufwertung, die von den Anwohnern gewünscht wurde, finanziert. So werden neben der reinen Straßensanierung, mit Erneuerung der Fahrdecke, zwei Anschlussrinnen in Kalkstein eingebaut. Neben der schöneren Optik, ist die Straße dann für Fußgänger auch barrierefrei zu begehen.
Wenn die Hintere Straße fertig ist, wird sie Einbahnstraße, die aber für den Fahrradverkehr in beide Richtungen befahrbar sein wird. Damit man auch die Privatflächen zur Neugestaltung einbeziehen kann, haben die Anwohner die Durchführung gestalterischer Maßnahmen für 15 Jahre in einer Nutzungsvereinbarung mit der Stadt Liebenau festgelegt. „Damit können wir neue bepflanzbare Grünflächen schaffen, die Parkplatzsituation ordnen und die Fußgängerflächen bis an die Hauskante in einem harmonischen Stadtbild vereinheitlichen“, freute sich Bürgermeister Munser über die kreative Lösung.
In die Gesamtfinanzierung von 750.000 Euro flossen neben der Förderung aus der Dorfentwicklung die Eigenmittel der Stadt sowie die Anliegergebühren.
Landrat Schmidt machte klar, dass der Landkreis zuständig für die ländliche Region sei: „Wir legen unseren Fokus auf die ländliche Region. Er dankte dem Leiter für das Amt für Regionalentwicklung Peter Nissen, für die gute Lösung mit den Fördermaßnahmen. „Es ist eine Premiere für die Dorfentwicklung, dass wir ein solches Finanzierungsnetzwerk nutzen“, sagte Schmidt und machte deutlich, dass es in der Praxis darauf ankomme, gemeinsam einen kreativen Weg zu finden, der Probleme löst, statt sie nur zu diskutieren.
Ein ansprechendes Straßenbild wird vielleicht auch die Anwohner animieren ihrer Straße ein schönes Bild zu geben, hoffen Landrat und Bürgermeister.
Außerdem gebe es auch Zuschüsse für Hausbesitzer, so Nissen, es müssten nur Anträge gestellt werden.

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