Hinweise für Gewässeranlieger

Hofgeismar (hak) - Das Gemarkungsgebiet der Stadt Hofgeismar wird neben den beiden größeren Gewässern der Esse und der Lempe von vielen weiteren kleinen Gewässern durchflossen. Gewässer erfüllen wichtige ökologische Funktionen und sind wesentliches Element im Wasserkreislauf. Zum Schutz der Gewässer und Ihrer Funktionen sind in der EU-Wasserrahmenrichtlinie verbindliche Ziele formuliert. Ziel ist unter anderem die Herstellung des guten ökologischen Zustands der Gewässer. Darüber hinaus gilt auch ein Verschlechterungsverbot.
Neben städtischen Maßnahmen zur Wiederherstellung naturnaher Gewässerabschnitte, ist auch das Verständnis und die Unterstützung der Gewässeranlieger zur Zielerreichung maßgeblich.
Leider werden an den Gewässern immer wieder gewässergefährdende Handlungen festgestellt. Dazu gehören u.a. unsachgemäße und ohne wasserrechtliche Genehmigung errichte Ufersicherungen. Ein weiteres Problem stellen Ablagerungen im Uferbereich dar. Das Ablagern von Grünschnitt, Abfällen, Bauschutt, Holzstapeln, Spielgeräten, Gartenmöbeln etc. in und an Gewässern bzw. ihren Uferrandstreifen ist aus mehreren Gründen verboten. Ablagerungen im Uferbereich verhindern die Entwicklung natürlicher Ufer- und Gewässervegetationen. Aus Abfällen austretendes Sickerwasser kann zu einer nachhaltigen Verschlechterung der Gewässerqualität führen. Darüber hinaus besteht im Hochwasserfall die Gefahr, dass abschwemmbare Materialien aller Art Brücken und Durchlässe verstopfen und somit den Abfluss behindern und zu Überschwemmungen führen.
Im Innenbereich ist ein 5 Meter breiter und im Außenbereich ein 10 Meter breiter Gewässerrandstreifen von Ablagerungen freizuhalten. Darüber hinaus ist die Errichtung von baulichen und sonstigen Anlagen innerhalb der Gewässerrandstreifen verboten. Das Verbot gilt auch in festgesetzten Überschwemmungsgebieten. Diese können über das Geoportal Hessen unter www.geoportal.hessen.de aufgerufen werden.
Alle Gewässeranlieger werden gebeten, aufgeführte Ablagerungen zu vermeiden und vorhandene unverzüglich zu entfernen.
Die entsprechenden gesetzlichen Regelungen finden sich im Wasserhaushaltsgesetz sowie im Hessischen Wassergesetz wieder.

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