Hofgeismar startet ins IKEK

Hofgeismar (hak) - IKEK steht für Integriertes-Kommunales-Entwicklungs-Konzept und betrifft im ländlichen Raum alle Bürger/innen. Doch wie kann so ein auf den ersten Blick trockenes Thema spannend sein oder sogar Begeisterung auslösen?

An die 60 Interessierte aus den Stadtteilen von Hofgeismar waren der öffentlichen Einladung gefolgt und haben sich am in der Stadthalle Hofgeismar zusammengefunden, um an der Auftaktveranstaltung für das IKEK teilzunehmen. Dies war der Startschuss für den Prozess, der alle Akteure im laufenden Kalenderjahr 2019 beschäftigen wird. Dafür ist die Beteiligung und Begeisterung der Bürger unverzichtbar.
Die Begrüßung übernahm Bürgermeister Markus Mannsbarth, der sich über die Aufnahme Hofgeismars als Förderschwerpunkt des hessischen Dorfentwicklungsprogramms sichtlich freute. Hofgeismar ist damit eine der acht hessischen Kommunen, die 2018 für die Erstellung eines IKEK ausgewählt wurde. Dieses dient der Stadt als Fördergrundlage für Mittel der Dorfentwicklung für Projekte in den Stadtteilen. Projekte, die von den Bürgern im Laufe des kommenden Prozesses gemeinsam mit den fachlichen Beratern und der Gemeinde entwickelt werden sollen. Maßgeblich für den positiven Ablauf ist das Wirken der Steuerungsgruppe, die aus Vertretern der einzelnen Stadtteile sowie den Beauftragten für Behinderte und Jugend besteht, die von Monika Grebing einzeln vorgestellt wurden.

 

Förderungen

Dirk Hofmann vom Servicecenter Regionalentwicklung des Landkreises Kassel sowie Dirk Lindemann, Mitarbeiter des Stadtbauamtes, standen den Teilnehmern für die Beantwortung der Fragen ebenso zur Verfügung wie Helge Jung und Hartmut Lüdeling vom betreuenden Planungsbüro ARGE Dorfentwicklung. Gemeinsam erläuterten sie die Chancen der Dorfentwicklung und gingen auf die Förderangebote für die kommunalen und privaten Vorhaben ein. Hofgeismar kann dabei auf einen erhöhten Fördersatz von 75 Prozent der förderfähigen Nettokosten hoffen – auch der Stadtteil Hombressen kann trotz seiner Teilnahme am ehemaligen Dorferneuerungsprogramm in den letzten Jahren in den Genuss der privaten Förderung kommen, da die Richtlinie entsprechend geändert wurde. Private Vorhaben an Gebäuden im festgelegten Förderbereich der Ortskerne sind bereits mit 35 Prozent bis zu einer Höhe von 35.000 Euro bzw. 45.000 Euro (Kulturdenkmäler) dabei.

 

Bürgerschaftliches Engagement als Motor

Hartmut Lüdeling, Geschäftsführer des Planungsbüros, betonte die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements in der Dorfentwicklung. „Es geht hier um eigene Projekte, um Ihre Projekte“, ermunterte er die Anwesenden.
Der demografische Wandel steht bevor, eine Konzentration auf die sozialen Stärken der einzelnen Dörfer ist wichtiger denn je. Vor diesem Hintergrund stellte Gastreferent Klaus Schmücker ein Projekt aus seinem Heimatort Ostwig im Hochsauerlandkreis vor. Eine Dorfkneipe, „Kumm rin – Die Hofschänke“. Durch viel Eigenengagement der Bürgerschaft eines Dorfes und des ersten mutigen Schrittes zur Investition seitens Carl Ferdinand von Lüninck ist die kleine Gaststätte im Jahr 2012 entstanden. Knapp sieben Jahre später stellt sie das absolute Highlight des Ortes dar. Durch die kluge Leitung des Heimat- und Fördervereins Ostwig hat sich eine neue Dorfidentität bilden können, auf die die Ostwiger stolz sein können.

Die nächsten öffentlichen Veranstaltungen, in denen sich die Bürger dann auch inhaltlich voll einbringen dürfen, sind die Zukunftswerkstätten, Facharbeitskreise sowie drei IKEK-Foren. Zu all diesen Veranstaltungen wird öffentlich eingeladen.

Aktuelle Informationen rund um das Thema IKEK gibt es auf der Homepage der Gemeinde unter www.hofgeismar.de.

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