Judo-Kämpferin darf mit Kopfbedeckung antreten

IOC legt Hidschab-Streit mit Saudi-Arabien endgültig bei

London (AFP) - Der Hidschab-Streit um die saudiarabische Judo-Kämpferin Wodschdan Schaherkani ist beigelegt: Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, darf Schaherkani bei ihrem Auftaktkampf am Freitag ihren Kopf bedecken. Gemeinsam mit dem Judo-Weltverband sei eine Lösung gefunden worden, wonach Schaherkani mit einer Kopfbedeckung antreten darf, "wie sie bei Wettbewerben in Asien getragen wird", sagte eine Sprecherin. Mit dem Kompromiss könnten alle leben, fügte sie hinzu.
Judo-Kämpferin Schaherkani Bild anzeigen Judo-Kämpferin Schaherkani © AFP

Der Judo-Weltverband hatte der 18-Jährigen vergangene Woche das Tragen des traditionellen Schleiers verboten, da er gegen die strengen Sicherheitsvorgaben im Judo verstößt. Daraufhin hatte das saudiarabische Komitee gedroht, Schaherkani nicht antreten zu lassen.

Die Judo-Kämpferin und die 800-Meter-Läuferin Sarah Attar sind die ersten Frauen, die in das saudiarabische Team aufgenommen worden. Das ultrakonservative islamische Königreich hatte als letzte Nation Sportlerinnen im olympischen Aufgebot zugelassen und war damit Katar und Brunei gefolgt. Riad machte jedoch zur Bedingung, dass die Frauen die strikten Kleidervorschriften des Landes einhalten.

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