JUZ im Generationenhaus

Im Hümmer Bahnhof wird’s jung

Von Inge Seidenstücker


Hümme – Im Generationenhaus Bahnhof Hümme, das sich von Anfang an als erfolgreiche Begegnungsstätte für Jung und Alt und als Ort für kulturelle Veranstaltungen etabliert hat, wurde nun auch ein Kinder- und Jugendzentrum geschaffen.

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Vorstandsvorsitzender Peter Nissen mit Magistratsmitglied Barbara Karger.

© Foto: Seidenstücker

Aus dem alten Güterschuppen, in dem einst von der Bahn beförderte Waren zwischengelagert wurden, entstand ein lichtdurchfluteter und mit freundlichen Farben gestalteter Raum mit eigenem Zugang.
Nachdem der ehemalige Bahnhof 2015 als Generationenhaus in Betrieb genommen wurde, überlegten die Mitglieder des Generationenvereins, ob der Güterschuppen vielleicht abgerissen werden sollte. Doch erwies er sich zunächst als Lager ganz praktisch und mit zunehmendem Betrieb im Haupthaus entschied man sich dann doch für einen Umbau. Dafür hatte der Verein erst einmal tüchtig gespart. Zwar ist das Gebäude Eigentum der Stadt Hofgeismar, wird aber komplett vom Generationenverein getragen. Ein Jahr lang wurde geplant und die Kosten abgeschätzt, bevor der Umbau beginnen sollte. Natürlich wurden auch hier, wie im Haupthaus, denkmalpflegerische und barrierefreie Aspekte berücksichtigt. Und so entstand, mit vielen freiwilligen Helfern und Handwerksfirmen aus Hümme und den umliegenden Orten, ein moderner Kinder- und Jugendraum.
Verschiedene Förderungen, wie aus dem Europäischen LEADER-Programm, Aktion Mensch, Kasseler Sparkasse, VW und andere, machten es möglich, die 80.000 Euro Gesamtkosten zu stemmen. „Doch ganz besonders freut es mich, dass eine Gruppe von Keglern aus Hümme, die die Maibaumaufstellung organisierten, den Überschuss aus der Feier in Höhe von 800 Euro für das JUZ spendeten“, betonte Peter Nissen, Vorsitzender des Generationenvereins, bei der Eröffnung. Sein Dank galt auch der Stadt Hofgeismar, insbesondere dem städtischen Bauhof, der u.a. die Pflasterarbeiten leistete, der EAM für den kostenlosen Hausanschluss, der VHS für die Musik-Anlage sowie der ev. Kirchengemeinde für die Tische und Stühle aus dem Dorfgemeinschaftshaus und natürlich allen Helfern und Firmen, die zu dem Ergebnis beitrugen.
Als Vertreterin des Bürgermeisters gratulierte Magistratsmitglied Barbara Karger zur Eröffnung des Jugendzentrums. Sie zeigte sich sehr begeistert von dem neuen Raum und sagte: „Bemerkenswert ist, dass dieser kleine Verein mit so viel persönlichem Einsatz diesen Raum gestaltet hat“. Sie beglückwünschte Nissen zu dem Mut für ein solch großes Projekt.
Für das Engagement und Interesse für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lobte der Leiter für Jugendförderung des Landkreises, Daniel Klein, die Hümmer und bezog sich auf die seit vielen Jahren veranstalteten Ferienspiele „Talentcampus“ mit rund 70 bis 80 Kindern in den Sommerferien. Die Jugendarbeit im Hümmer Generationenhaus erachtete er auch mit den Kooperationspartnern wie VHS, der Hofgeismarer Musikschule, der ev. Kirche sowie der Stadtjugendpflege als sehr wertvoll.
Viele Gäste nahmen an der Eröffnung des neuen Hümmer JUZ teil und am Nachmittag stand der Raum auch allen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Hier konnten sie sich beim Kickern probieren, malen, spielen oder ein witziges Erinnerungsfoto mit der Fotobox machen. Bei einer Verlosung gab es tolle Preise zu gewinnen und für Jugendliche wurde ein Kinofilm gezeigt, bei dem sie alkoholfreie Cocktails und kleine Snacks genießen konnten.