24.000 Menschen fliehen vor der Gewalt

Immer mehr syrische Flüchtlinge in der Türkei

Ankara (AFP) - Die Zahl der syrischen Flüchtlinge in der Türkei hat mit 24.000 Menschen einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 36 Stunden seien rund 2800 Menschen über die Grenze gekommen, sagte Außenminister Ahmet Davutoglu im Fernsehen. Angesichts der anhaltenden Kämpfe in Syrien rief der UN-Sicherheitsrat Damaskus zur Einhaltung der Frist für eine Waffenruhe auf.
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Foto aus einem Youtube-Video © AFP

Davutoglu rief UN-Generalsekretär Ban Ki Moon an, um ihn über den neuen Anstieg zu informieren. Dabei wies er auf Berichte hin, nach denen syrische Regierungstruppen bei Angriffen in grenznahen Städten auch Kampfhubschrauber einsetzten. Davutoglu regte an, die UNO könne Beobachter ins türkisch-syrische Grenzgebiet entsenden, um die Entwicklung zu verfolgen.

In einer in New York verabschiedeten Erklärung forderte der UN-Sicherheitsrat die syrische Führung "dringend" auf, bis kommenden Dienstag die Truppen aus den aufständischen Städten abzuziehen. In der Erklärung heißt es, dass der Sicherheitsrat auf der Grundlage von Berichten des internationalen Sondergesandten Kofi Annan über "weitere Schritte" beraten werde.

Zudem unterstrich das Gremium die Notwendigkeit, eine UN-Beobachtergruppe in das Land zu entsenden, um die Einhaltung der Waffenruhe zu kontrollieren. Ein Vorausteam kam nach Angaben von Annans Sprecher bereits in Damaskus an, um mit den Behörden über die Rahmenbedingungen einer solchen Mission zu sprechen.

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Die syrische Führung hatte nach Angaben Annans am vergangenen Sonntag einer Waffenruhe ab dem 10. April zugestimmt. In ihrer Erklärung forderten die 15 Sicherheitsratsmitglieder auch von der Opposition, jede Form der Gewalt binnen 48 Stunden nach der vollständigen Umsetzung der Waffenruhe durch die syrische Führung zu stoppen.

Zehntausende Menschen demonstrierten in mehreren Städten, unter anderem in den Kurdengebieten im Norden sowie in den Provinzen Deir Essor und Idlib. Die Protestbewegung gegen Präsident Baschar al-Assad hatte zu Demonstrationen für eine Bewaffnung der Rebellen aufgerufen. Seit Beginn der Proteste vor mehr als einem Jahr starben laut Menschenrechtsaktivisten mehr als 10.000 Menschen.

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