"Ready for take off" am alten Flugplatz

Impfzentrum Calden für Inbetriebnahme bereit

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V.l.: Stephan Parzefall, Kim Lisa Voelkel und Christian Heckmann, die als Apotheker das Impfstoffmanagement übernehmen, Peter Stahl (ärztliche Leitung), Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek (Projektleiter), Vizelandrat Andreas Siebert (Gesamtleitung) und Landrat Uwe Schmidt gewährten Einblick in das nahezu fertiggestellte Impfzentrum am alten Flughafen Calden.

© Foto: Kerstin Aderholz

Von Kerstin Aderholz

Calden - Das Impfzentrum in Calden steht bereit, um den Betrieb aufzunehmen - sobald der Startschuss gegeben wird. Was dafür in der Kürze der Zeit geleistet wurde, kann mit Recht als außergewöhnliche Leistung bezeichnet werden. Ohne die Mithilfe vieler engagierter Menschen wäre das so sicher nicht möglich gewesen.

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Digitale Anzeigetafel im Wartebereich.

© Foto: Kerstin Aderholz

Das Zentrum selbst befindet sich auf dem alten Flugplatz Calden. Hier wurde der ehemalige Sanitätsbereich der Erstaufnahmeeinrichtung baulich so umgestaltet, dass er für die groß angelegte Impfaktion gegen COVID-19 gerüstet ist. Zwar stellte die vorhandene Infrastruktur bereits eine gute Basis für ein ein solches Zentrum dar, trotzdem waren umfangreiche Arbeiten notwendig, um die nötigen baulichen Voraussetzungen zu schaffen.

"Bis zum 11. Dezember sollte dem Innenministerium des Landes Hessen Einsatzbereitschaft gemeldet werden, und das haben wir geschafft", erklärte nicht ohne Stolz Vizelandrat Andreas Siebert, der die Gesamtleitung des Impfzentrums übernommen hat.

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Das Apothekerteam Stephan Parzefall, Christian Heckmann und Kim Lisa Voelkel.

© Foto: Kerstin Aderholz

Neben den verschiedenen Firmen, die kurzfristig und flexiblel die baulichen Maßnahmen ausgeführt haben, bedankte sich Andreas Siebert auch beim Apothekerteam Stephan Parzefall, Christian Heckmann und Kim Lisa Voelkel, welches das Impfstoffmanagement übernommen hat, bei den Mitarbeitern des Fachbereichs Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises, bei Projektleiter Kreisbrandinspektor Sebastian Mazassek, der von Kreisbrandmeister Markus Manß in Sachen Lage- und Einsatzdokumentation unterstützt wird, sowie bei Peter Stahl als ärztliche Leitung. Außerdem wurde die überwältigende Resonanz freiwilliger Helfer hervorgehoben, die sich in den vergangenen Tagen für Einsätze in den verschiedenen Bereichen gemeldet hatten. Der Vizelandrat selbst gab an, mittlerweile so viel Zeit im Impfzentrum zu verbringen, dass er sich hier schon zuhause fühle.

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KBI Sebastian Mazassek (links) und Andreas Siebert beim Rundgang durch das Impfzentrum.

© Foto: Kerstin Aderholz

Um von Beginn an einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen, war am Vortag ein Probelauf mit 360 Freiwilligen durchgeführt worden, bei dem unter realistischen Bedingungen die Abläufe simuliert wurden. "Hier und da muss noch einmal nachjustiert werden, aber das Zentrum funktioniert", so das Fazit des Vize-Landrats. Aus dem Probelauf ergab sich ein Zeitfaktor von rund 25 Minuten, die die zu Impfenden ab dem Zeitpunkt des Aufrufes im Wartebereich hier verbringen werden. Bei einer siebentägigen, also durchgehenden Öffnung pro Woche von 7 bis 22 Uhr ergibt sich schließlich eine Kapazität von 1.200 Impfungen pro Tag.

Der Weg durch die verschiedenen Stationen (Eingang, Wartebereich, Anmeldung, Impfkabine, Beobachtungsbereich, Ausgang) wurde als Einbahnstraßensystem mittels eines Farbleitsystems angelegt, um Begegnungen zu minimieren. Neben der Großzügigkeit der Räumlichkeiten sorgen darüber hinaus Lüftungsanlagen dafür, dass eine Ansteckungsgefahr innerhalb des Impfzentrums minimiert wird.

Im Außenbereich wurde aufgrund der zu erwartenden hohen Verkehrsbelastung die Zuwegung verbessert, und für die Gewährleistung einer optimalen ÖPNV-Nutzung soll ein Pendelbus zwischen dem ehemaligen Terminal und dem Impfzentrum verkehren.

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Landrat Uwe Schmidt (links) mit Andreas Siebert, der sich von der Kürze der Zeit beeindruckt zeigt, in der auch technisch höchst anspruchsvolle bauliche Maßnahmen, wie hier der im Hintergrund zu sehende Reinraum, umgesetzt wurden.

© Foto: Kerstin Aderholz

Einen hochsensiblen Bereich des Impfzentrums stellt der sogenannte Reinraum dar, der für die notwendigen sterilen Bedingungen für das Aufbereiten der einzelnen Impfdosen sorgt. Und auch für die Sicherheit in Bezug auf etwaige kriminelle Aktionen werden erhebliche Vorkehrungen getroffen.

Die Art und Weise, wie und nach welchen Prioritäten die Bevölkerung zur Impfung eingeladen wird und wie eine Terminvergabe vonstatten gehen soll, obliegt dem Land Hessen und ist bis dato noch nicht abschließend geklärt. Die Aufnahme des Beriebs hängt außerdem auch davon ab, wann und auch welcher Impfstoff geliefert wird.

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