„Wir sind Höxter – unsere Geschichten“

Interaktive Fotoausstellung im Glasgang

Von Barbara Siebrecht
Höxter – Im Glasgang des Stadthauses begegnen dem Besucher Menschen, die mit vollem Herzen zu ihrer Stadt stehen.

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Bürgermeister Alexander Fischer, Annet Winklmair (Frauennetzwerk), Britta Bohr (BCA Jobcenter Kreis Höxter), Martina Gittel (Paritätischer), Claudia Pelz-Weskamp (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Höxter) und Slobodanka Arnold eröffnen die Ausstellung.

© Foto: Siebrecht
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Slobodanka Arnold und ihr Portrait.

© Foto: Siebrecht

Die Gesichter auf den Portraits von Fotografin Claudia Warnecke schauen zuversichtlich in die Zukunft und neben dem jeweiligen Bild findet der Betrachter Steckbriefe dieser Menschen, die ganz bewußt in Höxter leben, weil Höxter eben viel zu bieten hat. Rückkehrerinnen, Hiergebliebene und Zugezogen berichten von ihren ganz persönlichen Gründen, wieso sie sich für ein Leben in der Weserstadt entschieden haben.
Initiiert wurde die Ausstellung von den Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) des Jobcenters Kreis Höxter und der Agentur für Arbeit Paderborn-Höxter und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband im Kreis Höxter. Die Foto-Ausstellung wurde finanziert durch eine Förderung des Heimatfond des NRW Heimat-Ministeriums.
„Wir sind selber Wiederkehrer“, erläutert Martina Gittel , Vertreterin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes die Idee des Projektes, „und wir kennen viele Personen, die ebenfalls nach Höxter zurückgekehrt oder sich bewusst für ein Leben hier entschieden haben.“Als unsere Tochter gebohren wurde war für mich klar, ich will hier nicht mehr weg und unsere Tochter eine Kindheit in Höxter ermöglichen“, bekannte Bürgermeister Fischer bei der Ausstellungseröffnung. Der gebürtige Wuppertaler lebt seit über 24 Jahren in Höxter.
Eine der Portaitierten ist Slobodanka Arnold. Bei der Ausstellungseröffnung berichtete sie von ihrem Weg nach Höxter. Vor fast 50 Jahren kam sie als Gastarbeiterin aus Mazedonien nach Deutschland. Zunächst lebete sie in Lemgo, dann in Stadtoldendorf und Boffzen. „ 1980 zog ich endlich nach Höxter“, erzählte sie und schwärmte von der Atmoshäre von Weser und Altstadt. Die Gründe, nach Höxter zu kommen oder hier zu bleiben sind vielfältig aber oft werden die Naturnähe, die Beschaulichkeit, die freundliche Bevölkerung oder die günstigen Wohnmöglichkeiten genannt. Von der Studentin, die ihre Berufwahl nach Höxter führte, bis zur Seniorin, für die ein Leben in der Stadt unbezahlbar wurde, haben Menschen jeden Alters ihre Geschichte zur (Wahl)- Heimat Höxter erzählt. „Trotz aller Probleme muss sich unsere Stadt nicht verstecken sonder mehr für sich werben, hier kann man mindestens so gut leben wie in der Stadt“, sind sich die Portraitierten einig.
Noch bis zum 16. September 2019 kann man sich die Geschichten der Ausstellung „Wir sind Höxter“ im Glasgang des Stadthauses Höxter, Westerbachstraße 45 frei zugänglich anschauen. Die Ausstellung ist interaktiv! Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, ihre eigenen Geschichten und Sichtweisen zu ergänzen und zu erzählen, warum sie gerne in Höxter leben. Dazu können die Zettel an der Wäschenleine über den Portraits genutzt werden.

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