Im Osten bekommen weitaus mehr unverheiratete Paare Kinder als im Westen. In den neuen Ländern hatten im Jahr 2010 bei mehr als sechs von zehn Neugeborenen (61 Prozent) die Eltern keinen Trauschein. In den westlichen Bundesländern lag der Anteil dagegen nur bei 27 Prozent. Am höchsten war der Anteil der außerehelichen Geburten in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 64 Prozent. In Berlin hatte jedes zweite Neugeborene nicht verheiratete Eltern. Innerhalb der alten Bundesländer wiesen Bremen (39 Prozent), Hamburg (36 Prozent) sowie Schleswig-Holstein (35 Prozent) ein überdurchschnittlich hohes Niveau auf.
Der Anteil der außerehelich Geborenen in Deutschland liegt unterhalb des Durchschnitts in der Europäischen Union. Dieser lag nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat im Jahr 2009 bei knapp 38 Prozent. Am höchsten war der Anteil in Estland mit 59 Prozent, besonders gering war er in Griechenland mit sieben Prozent. In Frankreich waren bei 53 Prozent der Neugeborenen die Eltern nicht miteinander verheiratet, in Großbritannien bei 46 Prozent, in Österreich bei 39 Prozent und in Italien bei 24 Prozent.
Jedes dritte Baby in Deutschland wird unehelich geboren - Website des Statistischen Bundesamts
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