Teile der Opfer in Teigwaren zum Verkauf angeboten

Kannibalismus-Beichte schockt Brasilien

Rio de Janeiro (AFP) - Die brasilianische Öffentlichkeit ist von den Erzählungen eines mutmaßlichen Mörders aufgeschreckt worden, der sich gemeinsam mit zwei Mittäterinnen des Kannibalismus bezichtigt hat. Der 51-jährige Jorge da Silveira aus Garanhuns berichtete im Fernsehen, das Fleisch von drei ermordeten Frauen sei in einem "Ritual der Reinigung" verspeist worden.
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Kannibalismus-Fall in Brasilien © AFP

Die Taten seien auf Befehl von "zwei Engeln, einem weißen und einem schwarzen" erfolgt, fügte da Silveira hinzu. Teile der Getöteten wurden laut Polizei in Teigwaren verarbeitet, die in der Stadt zum Verkauf angeboten wurden.

Die Aufklärung der Taten kam nur langsam voran. Nach der Festnahme der Verdächtigen setzten Nachbarn am Donnerstag deren Haus in Brand. Als mutmaßliche Mittäterin wurden die 51-jährige Isabel Pires und die 25-jährige Bruna da Silva festgenommen, die die Geliebte da Silveiras sein soll. Die Morde bezeichnete da Silveira als "Missionen", die "mit der Einwilligung Gottes" erfolgt seien.

Da Silveira sagte, er sei nicht "verrückt", sei aber als Jugendlicher von Psychiatern gezwungen worden, Medikamente zu schlucken. An die Mordtaten könne er sich nicht erinnern, aber er habe "das Blut nicht genutzt" und das Fleisch der Getöteten "in Wasser" gereinigt, bevor es gegessen wurde. Ausgewählt wurden die Opfer nach seinen Aussagen nach der Zahlenfolge "666" auf ihren Personalpapieren, die "verflucht" sei. Die Opfer wurden als Kindermädchen für die Tochter einer Frau angelockt, die offenbar bereits 2008 ermordet wurde. Das Trio hatte das Mädchen zu sich genommen.

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