Lokale Kirchenentwicklung

Katholische Kirche im Aufbruch

Von Barbara Siebrecht
Beverungen – Den Begriff „Lokale Kirchenentwicklung“ übersetzt das Pastoralteam der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen griffiger mit „Bei uns Christus groß werden lassen“. Nachdem die gravierenden, strukturellen Veränderungen des Zusammenschlusses zum Pastoralverbund und die Errichtung der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen mit 12 Kirchtürmen und 14 Orten geschafft sind, möchte sich das Team auf einen pastoralen Lernweg der inneren Weiterentwicklung begeben. Das Thema Lokale Kirchenentwicklung ist ein Herzensanliegen aller Mitglieder des Pastoralteams.

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Gemeindereferentin Gisela Fritsche, Pastor Karsten Lücking, Pfarrer Frank Schäffer und Pastor Stephan Massolle beim Vorstellungsabend des Prozesses „Lokale Kirchenentwicklung“.

© Foto: Siebrecht

In der Pastoralvereinbarung für die etwa 8.600 katholischen Christen der Gemeinde wurde 2013 als Ziel formuliert: „Die Kirche der Zukunft wird leben in lebendigen Gemeinschaften“. Auf der Suche nach Wegen, wie man vor Ort seinen Glauben lebendig in Zeiten des demographischen Wandels und Priestermangels leben kann, orientiert man sich an Erfahrungen katholischer Gemeinden von den Philippinen, die sich in „Nachbarschaftsgemeinden“ an der Bibel orientieren und das dort erkannte in ihrem Lebensbereich praktisch umsetzen. Seit 2015 nehmen das Patoralteam und drei Ehrenamtliche an Schulungen teil, die vom philippinischen Pastoralinstitut geleitet werden.
„Neben dem Pastoralverbund Warburg Stadt und Land sind wir im Kreis die einzige weitere Gemeinde, die sich am Prozess der Lokalen Kirchenentwicklung beteiligt“, berichtete Pfarrer Frank Schäffer und erzählte von einem Erfahrungsaustausch mit einer Partnergemeinde in Göttingen. „Pastor Stefan Massolle wurde mit 50 Prozent seiner Stelle für die Weiterentwicklung dieses Prozesses freigestellt. „Das Bistum unterstützt uns und entsendet zum 1. August eine Gemeindereferentin, die das Pastoralteam verstärken wird“, erläuterte Pfarre Frank Schäffer.
Zu einem ersten Infoabend mit Gruppenarbeit und Diskussion lud das Team engagierte katholische Christen aus verschiedenen Gruppen der Gemeinde ein. Pastor Massolle erläuterte vor den etwa 50 Teilnehmern die Symbolik des Logos der Lokalen Kirchenentwicklung und stellte sieben Begriffe vor, die die Lokale Kirchenentwicklung prägen sollen: Partizipation, Geistlicher Weg, Sozialraumorientierung, Gabenorientierung, katholisch, Ökumene und Sendung. In Gruppenarbeit wurden Ideen zu diesen Begriffe gesammelt. Sehr engagiert diskutierte die Gruppe über mögliche neue Zielsetzungen und Änderungen. Dabei wurde der Wille zur größeren Mitbestimmung und zu Erneuerung und Engagement deutlich.
Der Prozess der Lokalen Kirchenentwicklung kann fünf Jahre umfassen. In allen Bereichen der Seelsorge soll nach Merkmalen und Methoden der Lokalen Kirchenentwicklung gearbeitet werden. Eine Konzeptgruppe wird sich mit der Entwicklung einer neuen Erstkommunion-Vorbereitung beschäftigen. Auch der neue Pfarrgemeinderat, der am 11. und 12. November 2017 gewählt wird, wird sich intensiv mit dem Thema befassen und weiter Schritte entwickeln. Ende September bietet das Pastoralteam einen Schnupperkurs zur Lokalen Kirchenentwicklung an, der ein Auftaktwochenende und drei weitere Abendtermine umfasst. Um Anmeldung bis zum 15. September 2017 bei Pastor Stephan Massolle (Massolle@gmx.de) wird geben, der gerne auch nähere Auskünfte gibt. Auf der Homepage der Pfarrei werden demnächst weiter Informationen zur Lokalen Kirchenentwicklung veröffentlicht.

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