Keine Luftnot für Fische

Keine Luftnot für Fische

Lauenförde – Auf Nachfrage dieser Zeitung informierte der Vorsitzende des Fischereivereins Oberweser über die aktuelle Lage an Weserberglandsee und Weser bei den Hitzerekorden des Sommers 2018.

„Für die Fische in diese Gewässer besteht aktuell keine Gefahr durch Sauerstoffmangel“ erklärte Wilhelm Gieffers, der 1. Vorsitzende des Fischereivereins. Um den Sauerstoffgehalt im Weserberglandsee müsse man sich nicht sorgen, dass der See sehr tief (6 Meter) sei und sich daher nicht so schnell aufheize wie flache Gewässer. Auch würde durch drei Quellen frisches, kaltes Wasser stetig zugeführt. Durch die Größe des Sees entstünde bei Wind auch Wellenschlag, der das Wasser mit Sauerstoff anreichere erklärte der passionierte Angler und Naturfreund. Für die Fische in der Weser wirke sich der Zulauf aus dem Edersee positiv aus. Auch für die Fische in der Weser sei zunächst keine Luftnot zu befürchten.
Sorgen macht den Anglern dagegen der regelmäßige Besuch von Kormoranen im Herbst am Weserberglandsee. Sie mussten feststellen, dass die bei den Kormoranen beliebte jungen Fische mit 15 bis 20 cm Länge vollständig fehlen und von den Kormoranen abgefischt wurden. Der Verein hat in diesem Jahr eine erhebliche Summe investiert und zwei Tonnen Jungfische ausgesetzt. Dieses Nachsetzen muss auch in den nächsten drei bis vier Jahren in vermindertem Umfang weitergeführt werden, um Fische aller Altersklassen zu erhalten. Nicht betroffen von den Fischzügen der Kormorane ist die Schleie, die sich in der Vegetation des Uferbereichs erfolgreich versteckt. Die geschlechtsreifen Fische im Weserberglandsee sorgen auch selbst für Nachwuchs, der sich im bewachsenen Uferbereich aufhält.
Einen Angelrekord konnte der Verein zu Fronleichnam 2018 feiern. Der bisher größte Fisch, ein Wels von 2,25 Metern Länge und 67,5 kg Gewicht wurde im Weserberglandsee gefangen. Der Wels ist ein nachtaktiver Raubfisch, der mit totem Köderfisch oder Wurmbündel geködert wird.

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